Nachkriegszeit in Deutschland


Die letzte Reichsregierung
Die Besatzungszeit
Die Potsdamer Konferenz
Versorgung der Bevölkerung



Die letzte Reichsregierung
Die Kapitulation am 8. Mai 1945 bedeutete das Kriegsende für Deutschland, aber noch nicht das Ende des deutschen Reiches. In seinem Testament ernannte Hitler eine Regierung, die von dem nicht der NSDAP angehörigen ehemaligen Oberbefehlshaber der deutschen Kriegsmarine Karl Dönitz geleitet wurde. Die Regierung hoffte, daß die Spnnungen zwischen den Siegermächten zunehmen würde und sich Deutschland auf die Seite des daraus hervorgehenden Siegers schlagen könnte. Da die Alliierten die "Regierung Dönitz" allerdings nicht mehr benötigten und auch über deren Versuche, einen Keil zwischen die Siegermächte zu treiben, verärgert waren, wurden ihre Mitglieder gefangen genommen. Nun war es Sache der Alliirten, Kriegsverbrecher zu verurteilen. Der bekannteste dieser Prozesse ist wohl der Nürnberger Prozess, der mit 12 Todesurteilen, Haftstrafen von 10 bis lebenslänglich und drei Freisprüchen endete.


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Die Besatzungszeit
Die alte Regierung war abgeschafft, doch nun musste entschieden werden, was in Zukunft mit Deutschland geschehen sollte. Einige Pläne sahen vor, Deutschland in mehrere Staaten auzuteilen, die Industrie rückläufig und Deutschland somit zu einem Agrarland zu machen. Am 5 Juni 1945 unterzeichneten die 4 alliierten Militärbefehlshaber in Deutschland eine 4-Mächte-Erklärung, in der sie die Zonenaufteilung Deutschlands verkündigten. Die allieirten sahen es nicht für notwendig, Deutsche in Politikämter einzuführen, da sie sich vor neuen nationalsozialistischen Gruppierungen fürchteten. An Parteineubildungen war nicht gedacht worden. Doch diese Meinung wurde von sowjetischen Kräften nicht geteilt, und so sprach sich die Sowjetunion für Parteineugründungen in ihrer Zone aus. Während in Berlin noch im Juni die Sozialdemokraten, die Liberaldemokraten und die Christdemokraten Parteien gründeten, so daß im großen und ganzen das alte Parteispektrum mit Ausnahme der Ultrakonservativen und der Rechtsradikalen wider bestand, dauerte es in den Westzonen bis zum Spätsommer, bevor wieder Parteien offiziell zugelassen wurden. Die Orientierung bei Parteigründungen war häufig mitbestimmt von der Erinnerung an die Weimarer Republik als dem ersten Versuch einer demokratischen Verfassung und ihr Scheitern.
Die Potsdamer Konferenz
Am 17. Juli 1945 traten die Siegermächte -allerdings ohne Frankreich- zusammen, um sich über die "Deutsche Frage" zu beraten. Kein Zweifel bestand darin, in Deutschland eine Demokratisierung, Denazifizierung, Demilitarisierung und Dezentralisierung durchzusetzen, damit "Deutschland niemals mehr seine Nachbarn oder den Freiden der Welt" bedrohe. Zusätzlich sollte eine Basis geschaffen werden, auf der es Deutschland wieder möglich sein würede einen Platz in der Völkergemeinschaft einzunehmen. Desweiteren wurde beschlossen, die geflüchteten Deutschen auszuweisen und Deutschland zu erheblichen Reperationszahlungen zu verpflichten.
In den Westzonen kam es nach dem Krieg zu einer wirtschaftlichen Gemeinschaftsverwaltung der Briten und Amerikaner, wobei sich die Ostzone abgrenzte und durch eine eigene Verwaltung regiert wurde.

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Die aliierten Militäroberbefehlshaber(v.l.n.r.): Montgomery (Großbritannien), Eisenhower (USA), Shukov (UdSSR), de Lattre de Tassigny (Frankreich)

Versorgung der Bevölkerung
Die Versorungslage im Winter 1946/47 steigerte die Notsituation in allen Zonen erheblich, so daß der Schwarzmarkt blühte. Vor allen Dingen litten Alte und Kranke unter dem Versorgungsmangel, da Kinder und Schwerarbeiter besonders begünstigt wurden. Während im Westen deutsche Arbeitsunternehmen gefördet wurden, waren die Arbeiter in der Ostzone an alten Maschienen bemüht, die Produktion von Nahrung und Gütern aufrecht zu erhalten. Da die Außenministerkonferenz der Besatzungsmächte gescheitert war, begannen Amerikaner und Briten eine Bizonenverwaltung aufzubauen und so war es unübersehbar, daß bei zunehmenden Spannungen zwischen Ost und Westedeutschland, eine sowohl wirtschaftliche als auch politische Teilung drohte.
Eine spürbare Verbesserung der Versorgungsverhältnisse war bis 1948 nicht eingetreten. Nach lauten Protesten begannen seit 1948 die amerikanischen Hilfsgelder zu fließen und der westzonalen Wirtschaft Auftrieb zu verschaffen. Dieser Wirtschaftliche Aufschwung wurde dadurch unterstützt, daß am 19. Juni 1948 in den Westzonen eine Währungsreform durchgeführt wurde, mit der die Reichsmark ihren Wert verlor und alle Ersparnisse abgewertet wurden. Die Sowjetunion zeigte sich empört, da auch in Berlin die neue Deutsche Merk eingeführt wurde. Die Verhärtung der politischen Verhältnisse wirkte sich auch auf Berlin aus. Die unter sowjetischer Regierung stehende Zone wählte einen neuen Oberbürgermeister, während der westliche Teil Berlins den alten Bürgermeister weiterhein anerkannte. Die Teilung war vollzogen.

Autor: Micha Schröter