Der Warschauer Pakt

Die Sowjetunion, Tschechoslowakei, Albanien, die DDR, Bulgarien und Polen schlossen am 14.5.1955 in Warschau, den Warschauer Pakt, in Folge darauf, dass Deuschland der NATO beigetreten war. Ziel des Vertrages war eine gemeinsame internationale Politik, militärische Hilfe, im Falle, dass ein Bündnismitglied angegriffen wird und ein gemeinsames Oberkommando über alle militärischen Streitkräfte. Durch diesen Zusammenschluss und die nahe Verbindung mit der Sowjetunion sollte ein Gegengewicht zu NATO gebildet werden.

Geschichte des Warschauer Paktes

Die Sowjetunion begann die Grenzen des Warschauer Paktes durch Truppenstationierungsabkommen schon kurz nach Vertragsschluss folgendermaßen zu festigen:

1956 Polen
1957 DDR, Rumänien, Ungarn
1968 Tschecheslowakei

Während des Ungarischen Volksaufstandes 1956 kündigte Ungarn den Warschauer Pakt, trat aber, nachdem sowjetische Truppen einmaschiert waren, wieder dem Pakt bei. Obwohl Albanien schon 1961 die diplomatischen Beziehungen zur Sowjetunion abgebrochen hatte, trat es erst 1968 aus dem Warschauer Pakt aus. Dies geschah, weil Truppen des Warschauer Paktes in der Tschecheslowakei einmarschiert waren um den "Prager Frühling" niederzuschlagen. Dies blieb der einzige militärische Eingriff des Warschauer Paktes.
1985 wurde der Warschauer Pakt um 20 Jahre verlängert, verlor aber durch die geänderte politische Situation in den späten 80ern seine Macht mehr und mehr, unter anderem durch die Wiedervereinigung Deutschlands 1990.
1991 wurde er dann entgültig aufgelöst.

Prager Frühling

Die kommunistische Tschecheslowakei versuchte 1968 das derzeitige System zu reformieren, und wurde durch den Einmarsch von Truppen des Warschauer Paktes davon gewaltsam abgehalten.

Autor: Florian Schatz