Festnetz trotz Schufa

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Festnetz trotz Schufa: Unter der Lupe

Der Festnetzanschluss wird von den Providern als Laufzeitvertrag angeboten. Eine Prepaid-Variante, wie es vom Smartphone Vertrag bekannt ist, gibt es nicht. Da der Provider in Vorleistung geht und die erste Rechnung erst nach einem Monat fällig ist, wird die Schufa geprüft. Wenn Sie einen negativen Eintrag haben, kann der Vertrag abgelehnt werden. Grundsätzlich haben Provider das Recht, Kunden nicht anzunehmen. Einige Optionen bleiben Ihnen jedoch, wenn Sie trotz negativem Schufa-Eintrag einen Festnetzanschluss nutzen möchten.

Festnetzanschluss und Schufa

Unternehmen, die ihren Kunden eine Dienstleistung anbieten, möchten sich absichern, dass sie die Gebühren für die Bereitstellung der Dienstleistung auch wirklich bekommen. Dies gilt auch für Telekommunikationsprovider, die Verträge für den klassischen Festnetzanschluss anbieten. Wenn Sie sich einen Vertragspartner ausgesucht haben, stellen Sie einen Antrag auf Vertragsschluss. Dies können Sie online erledigen oder Sie gehen in ein Elektronikfachgeschäft oder einen Shop.

Große Telekommunikationsdienstleister wie Vodafone, o2 und die Die Deutsche Telekom betreiben in allen größeren Städten eigene Shops. Dort können Sie als Alternative zum Internet einen Vertragsabschluss beantragen. Bei beiden Varianten werden die Schufa und andere Auskunfteien geprüft. Dies gestatten Sie, indem Sie die entsprechende Klausel mit einem Kreuz oder mit Ihrer Unterschrift bestätigen. Bevor der Vertrag zustande kommt, startet das Unternehmen eine automatisierte Abfrage. Übermittelt wird ein Score, der aussagt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, mit der Sie Ihre Außenstände bedienen werden.

Sollten Sie in der Vergangenheit einmal Zahlungsprobleme gehabt haben, entfernt sich der Score von den 100 Prozent, die als Maximalwert möglich sind. In der Folge wird Ihr Vertrag abgelehnt. Dies passiert oftmals automatisch.

Gründe für die Ablehnung in Erfahrung bringen

Wenn Sie eine Ablehnung Ihres Antrags bekommen, werden Ihnen die Gründe in der Regel nicht mitgeteilt. Laut Gesetz haben Sie jedoch ein Auskunftsrecht. Dies können Sie geltend machen, indem Sie einen schriftlichen Auskunftsantrag stellen. In einem Zeitfenster von etwa zwei Wochen bekommen Sie eine Antwort.

Sollten Sie Ihre Schufa kennen, brauchen Sie diesen Auskunftsantrag nicht zu stellen, denn der Grund für die Ablehnung einer Vertragsannahme ist in der Regel die Schufa. Sie können übrigens eine kostenlose Schufaauskunft einmal im Jahr abfragen. Es kann aber auch sein, dass es sich um eine interne Ablehnung handelt, weil Sie in der Vergangenheit bei diesem Provider Ihre Rechnungen nicht pünktlich bezahlt haben. Auch dies würden Sie erfahren, wenn Sie einen entsprechenden Antrag stellen. Die Ablehnung bedeutet jedoch nicht, dass Sie endgültig keinen Vertrag für die Freischaltung eines Festnetzanschlusses bekommen. Sollte Ihnen der Anschluss wichtig sein, können Sie sich mit dem Provider persönlich oder telefonisch in Verbindung setzen und um eine offene Klärung der Angelegenheit bitten.

Negative Schufa Prüfung – so kommen Sie dennoch zu einem Festnetzvertrag

Sind Sie von einer negativen Schufa Prüfung betroffen, haben Sie drei Möglichkeiten, dennoch einen Vertragsabschluss mit einem Provider zu erreichen. Dazu gehören:

  • Manuelle Überprüfung der Ablehnung durch einen Mitarbeiter
  • Leistung einer Anzahlung für die ersten Vertragsmonate
  • Wahl eines Providers, bei dem Sie bereits Kunde sind

In vielen Fällen kommt ein Vertragsabschluss zustande. Entscheiden Sie individuell, welche der drei Varianten Sie ausprobieren möchten.

Manuelle Überprüfung der Ablehnung durch einen Mitarbeiter

Oftmals handelt es sich bei der Ablehnung eines Antrages auf den Festnetzanschluss um ein automatisiertes System, das sich ausschließlich nach den Werten verschiedener Auskunfteien richtet. Sie müssen sich damit nicht abfinden und auf den Festnetzanschluss verzichten. Ist Ihnen der Vertragsabschluss wichtig, sprechen Sie den Provider darauf an und bitten Sie um eine manuelle Prüfung.

Dabei versucht ein Mitarbeiter, den Vertragsabschluss noch einmal manuell zu übermitteln. Dies hat in einigen Fällen Erfolg, weil Ihre Schufa nun nicht automatisiert geprüft wird. Ein Mitarbeiter schaut sich die Einträge an. Mitunter handelt es sich um eine offene Forderung, die längst beglichen wurde, die sich in der Berechnung des Scores aber noch wiederfindet. Grund dafür kann sein, dass die Ermittlung des Scores vor der Begleichung der Außenstände liegt. In der Regel wird ein Score nur einmal im Quartal ermittelt. Somit werden Zahlungen und darauf folgende Löschungen von Einträgen nicht sofort berücksichtigt. Der Mitarbeiter kann sich von dem aktuellen Stand der Schufa-Datei überzeugen und den Eintrag dennoch freigeben.

Leistung einer Anzahlung für die ersten Vertragsmonate

frau mit schufa am festnetz
Auch mit Schufa gibt es Möglichkeiten einen Festnetz Anschluss zu erhalten

Große Provider wie die Telekom, Vodafone oder auch o2 bieten Kunden mit eingeschränkter Bonität Verträge zu veränderten Konditionen an. Dies bedeutet nicht, dass Sie mehr zahlen müssen als ein Kunde, der mit der Bonität keine Probleme hat. Die Provider möchten sich absichern, dass sie das Geld für die Dienstleistung, die sie erbringen, auch wirklich bekommen. Aus diesem Grund werden Sie bei Vertragsabschluss gebeten, eine Anzahlung auf die monatlichen Gebühren zu leisten.

Gefordert wird die Zahlung von bis zu drei Grundgebühren, die im Monat anfallen. Das Geld wird auf Ihrem Kundenkonto gutgeschrieben. Sollten Sie mit einer Zahlung in Verzug geraten, wird der Betrag von der Vorausleistung abgezogen. Wenn Sie regelmäßig zahlen, erfolgt die Verrechnung zum Ende des Vertragszeitraumes. Sie zahlen für die letzten drei Monate keine Gebühren mehr. Diese Regelung kommt Kunden mit negativem Schufa-Eintrag entgegen, da der Vertragsschluss im zweiten Anlauf doch genehmigt wird.

Wahl eines Providers, bei dem Sie bereits Kunde sind

Haben Sie bei einem Provider einen Vertrag über den Zugang zum Internet oder einen Mobilfunkvertrag abgeschlossen, können Sie bei diesem Anbieter einen Antrag auf die Nutzung des Festnetzes stellen. Viele Provider verzichten bei Langzeitkunden auf eine erneute Schufa Prüfung. Es gibt lediglich eine interne Prüfung. Diese bestehen Sie, wenn Sie keine Außenstände bei dem Provider haben. Sie können Ihren bereits bestehenden Vertrag um den Festnetzanschluss erweitern und kommen häufig in den Genuss von Vergünstigungen, etwa in Form eines Rabatts auf die Grundgebühr. Diese Variante ist recht sicher und funktioniert in vielen Fällen auch dann, wenn Sie von einem anderen Provider eine Ablehnung bekommen haben.

Fazit:

Sollten Sie für auf Ihren Antrag auf einen Festnetzanschluss eine Ablehnung bekommen, ist es empfehlenswert, die Gründe zu hinterfragen und einen Antrag auf eine manuelle Prüfung des Antrags zu stellen. Alternativ geben Ihnen einige Provider die Möglichkeit, eine Anzahlung auf die Grundgebühren zu leisten. Sind Sie bei einem Provider bereits Kunde, sind die Chancen auf eine Annahme des Vertrages groß, wenn Sie bei Ihren bestehenden Verträgen keine Außenstände zu verzeichnen haben. Somit ist es empfehlenswert, die Ablehnung nicht einfach hinzunehmen, sondern eine der Alternativen zu versuchen. In vielen Fällen ist der Vertragsabschluss trotz einer ersten Ablehnung möglich.

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