Kostenlos im Internet surfen

Internet kostenlos auf Rechner
WLAN kann man an einigen Orten auch kostenlos nutzen

Egal ob man zu Hause ist, im Café sitzt oder sich auf Geschäftsreise befindet – das WLAN Internet wird von fast jedem Deutschen konstant benutzt, denn keiner kann mehr darauf verzichten. Doch was genau ist WLAN eigentlich? Das Wort WLAN steht für Wireless Local Area Network und bedeutet so viel wie eine drahtlose, lokale Internetverbindung. Heutzutage werden von vielen Anbietern kostenlose Internet Zugriffe, auch Hotspots genannt, zur Verfügung gestellt. Diese Hotspots sind in den meisten deutschen Städten weitgehend verbreitet und erlauben dem Nutzer, schnell und bequem auf dem Weg zur Arbeit oder beim Shopping online zu gehen. Wer kostenlos online gehen will, kann zudem über verschiedene Internetportale auch noch gratis Gespräche führen.

Kostenlos im Internet des Nachbarn surfen

Doch was können Sie tun, wenn Sie zu Hause sind aber keine WLAN Verbindung haben und trotzdem kostenlos im Internet surfen wollen? Die meisten Internetverbindungen sind oft so stark, dass sie über mehrere Flure oder sogar Stockwerke reichen können. Um also kostenlos im Internet zu surfen, sollten Sie testen, ob sie eine WLAN Verbindung von einem Ihrer Nachbarn erhalten können. Dafür sollten Sie Ihren Laptop oder Ihr Tablet am besten an einem Fenster oder Balkon platzieren, um so die beste Signalstärke zu erreichen. Wenn Sie eine Verbindung zu einem fremden Netzwerk empfangen, sollten Sie schauen, ob diese verschlüsselt ist. Dies bedeutet, dass die WLAN Verbindung mit einem Passwort geschützt ist. Sollte dies nicht der Fall sein, könnten Sie sich problemlos durch ihr Endgerät mit dem Internet verbinden.

Rechtswidrig ist das kostenlose surfen im Internet anderer nicht, aber moralisch wohl eher inakzeptabel. Strafbar machen Sie jedoch, sobald Sie auf persönliche Daten des WLAN-Inhabers zugreifen oder gar vertrauliche Mitteilungen abhören. Falls der Internet-Anschluss des Nachbarn verschlüsselt ist, dürfen Sie auch auf keinen Fall versuchen, sein Passwort zu knacken, denn dies ist illegal. Aus diesem Grund sollten sie am besten die Einwilligung des WLAN-Inhabers erfragen, bevor Sie sich kostenlos in sein Internet einloggen.

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Was Sie beachten sollten, wenn Sie anderen erlauben kostenlos in Ihrem Internet zu surfen

Ganz legal auf öffentliche WLAN-Netzwerke zugreifen können Sie als Mitglied von FON. Die Spanische Firma, mit ihrem Geschäftssitz in Madrid, bietet seit 2005 weltweit über 400.000 kostenlose Hotspots an. Alleine in Deutschland sind davon fast 25.000 registriert. Die offenen WLAN-Netzwerke werden jedoch nicht von FON betrieben, sondern von privaten Personen, die Ihren Internetzugang gerne für Dritte zur Verfügung stellen wollen. Sollten Sie sich für diese Option entscheiden, können Sie sich kostenlos auf der FON Webseite anmelden und dann alle dort angegeben, offenen Netze selber nutzen um kostenlos im Internet zu surfen. Auch dies ist vollkommen legal, so lange Sie das offene WLAN-Netz nicht zu kommerziellen Zwecken nutzen.

Hinweis
Bei Offenen WLAN-Netzwerken ist jedoch äußerste Vorsicht geboten. Sie müssen unbedingt darauf achten, dass Ihr WLAN-Gast keine illegalen Aktivitäten im Netz betreibt. Im Jahr 2010 entschied der Bundesgerichtshof nämlich, dass der Inhaber eines WLAN-Anschlusses für die Nutzung Dritter haften muss, falls er seinen Router nicht mit einer üblichen Verschlüsselung gesichert hat. Falls Ihr Mitsurfer also illegal Filme aus dem Internet lädt, ist die IP-Adresse die auf Ihren Internet-Zugang registriert ist dafür zuständig.

Bevor Sie sich entscheiden, Ihren Internetanschluss mit Dritten zu teilen, sollten Sie auch unbedingt sicherstellen, dass der Tarif Ihres Internetanbieters dies erlaubt. Dafür lesen Sie sich am besten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der einzelnen Anbieter durch, die sie leicht in ihrem Vertrag oder auf der Anbieter Webseite finden können.

Sicherheit hat Priorität beim kostenlosen surfen im Internet

Egal ob Sie ein offenes WLAN nutzen oder breitstellen, äußerste Vorsicht beim surfen ist immer geboten. Denn besonders beim Surfen in kostenlosen Internet Netzwerken, die entweder unverschlüsselt oder schlecht verschlüsselt sind, können private Zugangsdaten für Konto und €-Mail sehr leicht abgefangen werden. Aus diesem Grund rät das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik auch, offene WLAN-Netze zu meiden.

Sollten Sie jedoch im Ausnahmefall keine andere Option haben auf das Internet zuzugreifen, stellen Sie unbedingt sicher, dass sie die automatische Synchronisierung von Online-Diensten abschalten. So können Sie verhindern, dass sich Ihr Endgeräts sich nicht wieder von selbst in eines der offenen Netze einloggt falls sie sich mal wieder in der Nähe sind.

Kostenlos über das Internet telefonieren

Frau telefoniert kostenlos im Internet
Über das Internet kann man auch kostenlos telefonieren

Der beliebteste und wahrscheinlich auch bekannteste VoIP Dienst ist . Hierzu benötigen Sie nur eine Internetverbindung und schon können Sie per Videotelefonie einen anderen Nutzer über das Internet anrufen oder sogar Gespräche ins Festnetz und Mobilfunknetz führen. Dieser Teil des Skype Service ist jedoch nicht kostenfrei. Um also Geld zu sparen, brauchen Sie nur auf einen alternatives Angebot zurückzugreifen.

Ein weitgenutztes Internetportal um kostenlos Gespräche zu führen ist peterzahlt.de. Bei diesem Tarif können Sie zwischen 6 und 24 Uhr ins deutsche Festnetz anrufen ohne dafür zu bezahlen. Alles was Sie dafür benötigen ist eine Internetverbindung und einen Telefonanschluss. Loggen Sie sich einfach auf der Webseite ein und geben Sie Ihre Festnetznummer, sowie die Zielrufnummer in das leere Eingabefeld auf der Webseite ein und klicken Sie dann auf Weiter. Nach nur wenigen Sekunden klingelt Ihr Festnetztelefon dann und sie werden mit Ihrem Gesprächspartner verbunden. Ganz ohne versteckte Gebühren. Einen Haken gibt es jedoch, denn die Gesprächsdauer bei kostenlosen Telefonaten ist auf 30 Minuten begrenzt. Danach können Sie sich jedoch erneut einloggen und das Gespräch neu beginnen. Für Telefonate ins deutsche Mobilfunknetz fallen jedoch Kosten in Höhe von 4,9 Cent die Minute an. Auch Anrufe ins Ausland müssen bezahlt werden. Ausführliche Preisinformationen des Service können Sie auf der Webseite einsehen.

Ein weiteres Angebot um kostenlos zu telefonieren und SMS zu versenden bietet auch die Webseite umsonst-telefonieren.de. Wie auch bei peterzahlt müssen Sie hier nur Ihre Rufnummer und die Zielnummer eingeben und schon können Sie kostenlos telefonieren. Vorteile bei diesem Internetportal sind, dass die Gesprächsdauer nicht begrenzt ist und Sie auch gratis in 30 Länder telefonieren können. Zudem haben Sie hier auch die Möglichkeit, für geringe Kosten von nur 4,9 Cent die Minute ins Mobilfunknetz zu telefonieren und bis zu 10 gratis SMS täglich zu versenden.#

Einige Mobilfunkanbieter bieten innerhalb ihrer Tarife auch kostenloses WLAN Calling an.

Mit Apps kostenlos telefonieren und Nachrichten versenden

Wenn Sie mit Ihrem Smartphone gratis ins deutsche Festnetz und ins Ausland telefonieren wollen, sollten Sie sich die kostenlose App „Viber“ aus dem App-Store laden. Mit dieser können Sie in sehr guter Sprachqualität über 3G oder mit WLAN telefonieren. Die einzige Bedingung ist jedoch, dass Ihr Gesprächspartner ebenfalls die Viber App auf dem Smartphone installiert hat. Zudem haben Sie mit dieser App auch die Möglichkeit, gratis SMS und Fotos an Ihre Kontakte zu versenden. Auch mit „WhatsApp“ können Sie für ein Jahr kostenlos SMS, Fotos und Sogar Kurz-Videos versenden. Die einzige Voraussetzung hier ist eine Internetverbindung.

Fazit

Offene WLAN Netze gibt es in Deutschland viele. Bevor Sie sich aber dafür entscheiden, sich kostenlos ins Internet Ihres Nachbarn einzuloggen sollten Sie vorher unbedingt die Erlaubnis erfragen. Falls Sie ihr WLAN für Gäste frei zur Verfügung stellen wollen, lesen Sie vorher unbedingt die AGB Ihrer Internetanbieters durch. Wenn es eine nur darum geht, dass man sich nicht lang über Vertragslaufzeiten binden möchte, ist das Internet ohne Vertrag vielleicht eine Option.

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Bilder: ©  Aris Suwanmalee – stock.adobe.com, contrastwerkstatt – stock.adobe.com