Kleingedrucktes im DSL-Vertrag

Mann liest Kleingedrucktes im DSL Vertrag
Das Kleingedruckte im DSL Vertag kann tückisch sein.

So gut ein DSL-Angebot auch klingen mag, Sie sollten vor Vertragsabschluss unbedingt einen Blick auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) im Kleingedruckten Ihres DSL-Vertrages werfen.

Wenn Sie einige wichtige Punkte in Ihren DSL-Vertrag bzw. in den Vertragsbedingungen beachten, können Sie zusätzliche Kosten vermeiden und bekommen die volle Leistung Ihres Tarifs.

Die Bereitstellungsgebühr

Viele Anbieter verlangen für die Einrichtung eines neuen DSL-Anschlusses eine einmalige Bereitstellungsgebühr von durchschnittlich 50 bis 100 Euro. Diese Gebühr wird meist mit der ersten Rechnung abgerechnet und wird vor allem bei günstigeren DSL-Tarifen erhoben. Bei Geschwindigkeiten von 6.000 oder 16.000 wird eine zusätzliche Anschlussgebühr oft erlassen oder über eine Gutschrift verrechnet.

Die Mindestvertragslaufzeit

Die meisten Telefon- und Internet-Verträge sind an eine Mindestvertragslaufzeit von 12 bis 24 Monaten gebunden. Falls Sie Ihren aktuellen Internetanbieter kündigen wollen, müssen Sie in Ihrem DSL Vertrag die Mindestvertragslaufzeit überprüfen.

Vor dem Abschluss eines neuen Telefon- oder Internet-Vertrages sollten Sie die Angabe der Mindestvertragslaufzeit im Kleingedruckten nicht überlesen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wo Sie diese Angaben finden, können Sie die Details telefonisch über die Hotline des Anbieters erfragen oder auf der Website nachlesen.

Die Kündigungsfrist

Wenn Sie vorhaben Ihren Telefon oder Internet Anbieter zu wechseln, sollten Sie unbedingt die Kündigungsfrist beachten. Üblich ist eine Kündigungsfrist von drei Monaten zum Vertragsende.

Falls Sie Ihren bestehenden DSL Vertag nicht rechtzeitig kündigen, verlängert sich dieser in der Regel um weitere 12 Monate. Auch bei DSL Verträgen ohne Mindestvertragslaufzeit lohnt sich ein Blick in das Kleingedruckte, da selbst diese innerhalb von zwei bis vier Wochen zum Monatsende gekündigt werden müssen.

Ob und in welchen Fällen Sie von einem  gebrauch machen können, finden Sie ebenfalls in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Die Internetgeschwindigkeit

Damit Sie nicht für eine Leistung zahlen, die Sie letztendlich nicht bekommen, sollten Sie genau auf die Bandbreitenangaben achten. Bei der Buchung eines DSL-Tarifs kann es häufig vorkommen, dass der Provider nicht die gewünschte Bandbreite liefert. Das heißt auch wenn Sie einen DSL 16.000 Vertrag abschließen, bekommen Sie in Wirklichkeit oft keine 16.000 Kbit pro Sekunde.

Entscheidend ist, was in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen steht. Die Anbieter sichern sich gegen Beschwerden mit entsprechenden Klauseln, mit „bis zu-Regelungen“, ab.

Einen Anspruch auf eine bestimmte Geschwindigkeit haben Sie nicht, unabhängig von der gebuchten Bandbreite. Ihre verfügbare Bandbreite können Sie online mit messen. Wenn Sie nach der Bestellung feststellen, dass die Bandbreite eingeschränkt ist, sollten Sie von Ihrem 14-tägigen Widerrufsrecht Gebrauch machen.

Die Hardware

Bei den meisten Internetverträgen erhalten Sie heute einen gratis Kabel- oder WLAN-Router. Was viele jedoch nicht wissen ist, dass viele Anbieter diese Hardware nach Ende der Vertragslaufzeit zurück verlangen.

Ausgeschlossen von dieser Regelung ist Hardware, die Sie von Ihrem Anbieter kaufen. Gemietete, oder gar kostenlose Router jedoch werden zurück verlangt. Achten Sie auch unbedingt darauf, Ihren Router fristgerecht an den Anbieter zurückzusenden, um so zusätzliche Gebühren zu vermeiden.

Das Sicherheitspaket

Sicherheitspaket im DSL Vertrag
Das Sicherheitspaket sollte im DSL Vertrag enthalten sein.

Das Sicherheitspaket gibt es bei den meisten DSL-Verträgen automatisch und gratis dazu – aber oftmals nur für drei Monate. Sollten Sie danach nicht explizit eine Kündigung des Pakets einreichen, wird Ihnen ein monatlicher Betrag von rund 4 € (dies kann je nach Anbieter variieren) in Rechnung gestellt.

Die Sicherheitspakete sind generell sehr nützlich, da Sie Viren und Trojaner von Ihrem PC fernhalten, doch wenn Sie gerne Geld sparen wollen, sollten Sie sich die Sicherheit Software lieber kaufen. Diese gibt es mittlerweile von vielen Anbietern und kostet Sie rund einmalige 35 €.

Der Regiozuschlag

Neben der (www.telekom.de) gibt es auch viele regionale Anbieter, die Ihre eigenen Telefonnetzte vertreiben. Wenn Sie jedoch außerhalb der Netzte sind, mieten die Anbieter Leitungskapazitäten der Telekom und berechnen Ihnen somit einen Regiozuschlag von rund 5 €  monatlich.

Regiozuschläge gibt es unter anderem bei 1&1, O2 und Congstar. Bevor Sie also Internet bei diesen Anbietern bestellen, sollten Sie sich das Kleingedruckte im DSL-Vertrag gründlich durchlesen.

Sparvorwahlen

Die meisten DSL Tarife werden mittlerweile als DoppelFlatrate angeboten. Damit können Sie dann nicht nur endlos lang surfen, sondern auch telefonieren. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, denn die Flatrate gilt meistens nur fürs deutsche Festnetz. Alle Gespräche die ins Ausland oder Mobilfunknetz getätigt werden müssen extra bezahlt werden.

Um hier etwas Geld zu sparen, gibt es im Internet verschiedenen Sparvorwahlen die Sie vor der eigentlichen Rufnummer wählen müssen. Jedoch sind diese besonderen Vorwahlen bei den meisten Internetbetreibern gesperrt. Achten Sie in Ihrem Vertrag also genau darauf, ob Sie diese Sparvorwahlen nutzen dürfen oder nicht.

Fazit

Bevor Sie einen neuen DSL Vertrag abschließen, sollten Sie genau auf Kleingedrucktes in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen achten. Bei Telefon- und Internet-Verträgen sollten Sie neben dem Preis auf die Höhe einer möglichen Bereitstellungsgebühr, die Internet Geschwindigkeit und Mindestvertragslaufzeit achten. Zusätzlich empfehlen wir bei einem geplanten Anbieterwechsel, die Kündigungsfrist und Mindestvertragszeit ihres aktuellen Providers genau nachzulesen und einzuhalten.

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