Datenschutz einmal anders und pointiert erklaert

VonDirk S.
Datenschutz einmal anders und pointiert erklaert

Schüler konsumieren lieber YouTube Videos, als sich Informationen auf einem anderen Wege zu holen. Deshalb ist es so wichtig, diesen den Umgang mit den eigenen, personenbezogenen Daten im Internet beizubringen. Ein Theaterstück soll jetzt dabei helfen und zeigt den Schülern die Fallstricke, die dabei zu umschiffen sind.

Das Bildungszentrum Markdorf reagiert erstklassig

Wenn ein Theaterstück pointiert und spannend gestaltet wird, dann kann das Ziel, Schüler von Datenmissbrauch im Internet zu schützen, leicht erreicht werden. In diesem Fall nutzen zwei Schauspieler ein Theaterstück dafür, um den richtigen Umgang mit der Smartphone- und Computernutzung in einem interessanten und lehrreichen Stück darzustellen. Dabei soll nicht mit dem erhobenen Zeigefinger hantiert werden, sondern anhand von realistischen Beispielen gezeigt werden, dass das Internet neben dem unendlichen Licht auch einige Schattenseiten bietet.

Dabei wird nicht nur darauf eingegangen, dass AGBs nicht nur zum Anklicken, sondern in erster Linie zum Lesen da sind, sondern auch auf die Nutzung, die bei den Jugendlichen sehr gefragt ist. Bilder erstellen, Videos designen und so alltägliche Situationen im Netz zu veröffentlichen. Das ist das, was nahezu 90 Prozent der Jugendlichen machen. Dabei wird selten darüber nachgedacht, dass genau diese Daten nicht im Internet verschwinden, wenn der Jugendliche das Foto oder Video löscht. Denn diese Inhalte sind häufig schon auf sehr vielen anderen Seiten geteilt worden, sodass eine Löschung eines Bildes aus dem Internet nahezu unmöglich wird. Deshalb kann hier der Spruch, dass das Internet nie vergisst, angewandt werden, damit den Schülern das eigene Handeln vor Augen geführt wird. Ein eventueller strafbarer Akt kann auch vorhanden sein, wenn Personen die Einwilligung zur Veröffentlichung des Bildes oder Videos nicht geben oder gar Straftaten ins Netz hochgeladen werden.

Das Theaterstück findet Anklang bei den Jugendlichen

Im Anschluss an die Darbietung kommt es zudem zu einer Diskussion über den richtigen Umgang mit den Daten im Internet. Dabei können die Schüler mit den zwei Darstellern über das Gesehene sprechen und eigene Erfahrungen mit in die Diskussion einbringen. Der Darsteller des Polizisten ist auch im echten Leben ein Polizeibeamter und kann so auf viele eigene Erfahrungen nicht nur von sich selbst, sondern seinem Arbeitsleben berichten. Dadurch erscheint das Gesehene nicht nur als Theaterstück und somit eine fiktive Erzählung, sondern kann jeden einzelnen Jugendlichen in den verschiedensten Situationen ebenfalls passieren. Alleine die Tatsache, dass wir Erwachsenen den Jugendlichen oftmals vormachen, dass AGBs einfach nur zu bestätigen sind und die langen Texte nicht gelesen werden müssen zeigt, dass auch wir Erwachsenen durchaus von diesem Ensemble profitieren können.

Ist es nicht traurig, dass ein Theaterstück den Menschen die Augen öffnet?

Natürlich ist es auf der einen Seite nicht gut, dass den Jugendlichen die Gefahren des Internets immer und immer wieder erläutert werden müssen. Auf der anderen Seite jedoch ist es eigentlich egal, mit welcher Art und Weise diesen letztendlich die Augen geöffnet werden. Wichtig ist nur, dass das zukünftige Handeln und Werken im Netz mit Bedacht geschieht und somit die personenbezogenen Daten dauerhaft geschützt werden.

Quelle: Suedkurier

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