Solidarität vereint die Fußballfans weltweit

VonDirk S.
Solidarität vereint die Fußballfans weltweit

Der gestrige Abend wird nicht nur die Fußballwelt verändern, sondern zeigt auch, dass in diesen erschreckenden Zeiten das Internet dazu dienen kann, die Fußballfans weltweit in Sekundenschnelle zu vereinen. Nicht nur auf den verschiedenen Social Media Kanälen, sondern insgesamt zeigte das Internet gestern seine wahre Macht.

Es sollte ein schönes Champions League Fußballspiel werden

Der Signal Iduna Park in Dortmund füllte sich nach und nach und es wurde der Bus des BVB erwartet. Doch dieser wurde das Ziel eines feigen Anschlags und so musste das Spiel letztendlich abgesagt und auf den heutigen Tag verschoben werden. Die Fans des Gegners Monaco reagierten erstklassig auf diese Situation und feuerten den BVB mit den Rufen "Dotmund, Dortmund" lautstark an. Was im Stadion schon anfing, ging dann auch schnell durch die Social Media Kanäle und so entwickelte die Fußballgemeinde weltweit dank des Internets eine Einheit, die selten, wenn nicht gar noch nie, so stark war.

Selbst der Reviernachbar Schalke 04 und deren Spieler ließen sich nicht nehmen, per Twitter, Facebook und auf anderem Wege den Unmut über diesen Anschlag kundzutun und dem verletzten Spieler Marc Bartra für eine schnelle Genesung alles Gute zu wünschen. Der Fußball stand an diesem Abend definitiv nicht im Mittelpunkt, hervorzuheben ist an dieser Stelle, wie großartig die Plattform "Internet" von Fußballfans weltweit genutzt wurde, um gemeinsam gegen Gewalt die Stimme zu erheben.

Fußball ist die schönste Nebensache der Welt

Dieser Spruch wurde gestern auf traurige Weise Wirklichkeit. Doch die Erkenntnis, dass in solchen Situationen das Internet von normalen Personen, die einfach nur ein Fußballspiel sehen wollen, zielgerichtet genutzt wird, macht Hoffnung. Da das Spiel auf den heutigen Tag verschoben wurde, benötigten die Fans aus Monaco natürlich einen Schlafplatz. Schnell wurde per Twitter ein Hashtag kreiert, der diesen Fans in vollkommen unkomplizierter Art und Weise die Vermittlung eines solchen ermöglichte. Bereits wenige Stunden nach dem Anschlag waren Bilder im Internet zu sehen, an denen Fans von Borussia Dortmund und Monaco in heimischen Wohnungen in Dortmund und Umgebung zusammen beim Abendessen saßen. Dies zeigt, dass man in der Fanleidenschaft naturgemäß nicht einem Lager angehören muss, um letztendlich in der Sache und gegen Gewalt ein Zeichen zu setzen.

Was können wir vom gestrigen Abend lernen?

Ungeachtet der Tatsache, dass Anschläge scheinbar mittlerweile auch in Europa zum Alltag gehören, woran wir uns nicht gewöhnen können, macht die Reaktion der Fußballfans gestern Hoffnung. Mit der ungeheuren Macht des Internets wurden nicht nur die lapidaren Probleme gelöst, wo Fans schlafen und wo diese kostengünstig etwas zu essen bekommen, sondern ebenso, wie schnell und unkompliziert unterschiedliche Fanlager, die ansonsten nicht miteinander sprechen, in der Sache vereint sein können. Dies zeigt, dass die normalen Bürger mithilfe des Internets über sich hinauswachsen können und dadurch eine gewaltige Macht erlangen. Einer solch schrecklichen Nacht, in der ein feiger Anschlag auf den Bus des BVB ausgeübt wurde, gab es dennoch, so sarkastisch dies auch klingen mag, Gewinner. Zum einen sind an dieser Stelle die Fußballfans weltweit zu nennen und auf der anderen Seite das Internet, welches die schnelle und unkomplizierte Verbrüderung weltweit überhaupt erst einmal ermöglichte.

Quelle: RP-Online

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