Die 10 populärsten Internet Mythen – schlaubi deckt auf

VonJulie Bonnstaedter
Wahr oder Flasch - 10 populäre Internet Mythen

WLAN Signale machen Impotent und anonymes Surfen schützt die Privatsphäre - schlaubi deckt die 10 populärsten Internet Mythen auf und zeigt, welche wirklich wahr und welche einfach nur frei erfunden sind.

Welche Internet Mythen sind wahr und welche Falsch? Bei den vielen Informationen die im Internet kursieren kann man schon einmal leicht den Überblick verlieren. Aus diesem Grund haben wir die 10 berüchtigsten Mythen aus den Bereichen DSL, Sicherheit, und Internet herausgesucht und zeigen Ihnen hier, welche der Wahrheit entsperechen.

1. Wer den Internetanbieter wechselt hat Wochenlang kein Internet

Falsch: Nach der Änderung des Telekommunikationsgesetztes von 2012, sind Internetanbieter gesetzlich dazu verpflichtet die Umschaltung eines Anschlusses innerhalb von 24 Stunden vorzunehmen. Somit  ist der Kunde bei einem Anbieter Wechsel vor langen Wartezeiten und Internetausfall geschützt. Bei nicht einhalten von Anbieterseite, können sich Kunden an die Bundesnetzagentur wenden, die das Anliegen weiter bearbeitet und Internetprovider mit hohen Bußgeldern bestrafen kann.

2. Videos online streamen ist illegal

Stimmt Teilweise: Derzeit liegt das Thema Streaming noch in einer Grauzone. Ob man sich strafbar macht, ist nicht eindeutig geklärt. Fakt ist, dass alle momentan im Kino verfügbaren Filme, Urheberechtlich geschützt sind und somit nicht im Internet kostenlos gestreamt werden dürfen. Auch das Herunterladen und verteilen von Videos an Dritte wird strafrechtlich verfolgt. Wer also auf Nummer sicher gehen will, sollte Filme und Musik lieber auf legalen Seiten wie YouTube, Spotify, Lovefilm, Maxdome sowie anderen Webseiten der Öffentlich-rechtlichen und Privaten Fernsehsender ansehen und herunterladen.

3. Haustiere stehlen das WLAN Signal

Wahr: Der Britische Telekommunikationskonzern Virgin Media fand 2013 heraus, dass große Aquarien die WLAN Signale stören können. Gerade wenn der Wassertank in Nähe des Routers aufgestellt wird,  kann dieser WLAN Signale blockieren und die Internetgeschwindigkeit reduzieren. Wer statt Fischen, lieber auf Katzen oder Hunde setzt braucht sich nicht zu sorgen, da diese das WLAN Signal nicht behindern.

4. Handystahlung legt den Flugverkehr lahm

Falsch: Die Lufthansa stellte 2004 in verschiedenen Tests fest, dass die Nutzung von mobilen Geräten keinen Flugzeugabsturz verursachen kann. Dennoch wird verlangt, dass jegliche mobilen Geräte während des Fluges in den Flugmodus versetzt werden. In den USA ist es seit Ende 2013 möglich, während des Fluges das Handy weiterhin zu nutzen um im Netz zu surfen und Telefonate zu führen.

5. Doppel-Flatrates kosten mehr als reine Internet Angebote

Stimmt Teilweise: Generell lohnen sich Doppel-Flatrates für Internet und Telefon, da sie zu Aktionszeiten schon ab 9,90 € monatlich erhältlich sind.  Die günstigsten, reinen Internet Angebote sind ab ca. 18 € pro Monat verfügbar. Doche gal ob Doppel-Flat oder nicht, es ist wichtig das Sie ein Paket wählen, das Ihren Bedürfnissen entspricht. Wer kein Telefon oder TV-Anschluss benötigt, zahlt mit einer Doppel-Flatrate nur unnötiges Geld. Um jetzt die günstigsten Internet Angebote bei Ihnen zu finden, sollten Sie unseren  schlaubi Verfügbarkeitschecker nutzen.

6. Laptops und WLAN Strahlungen machen impotent

Falsch: Bisher wurde nicht eindeutig nachgewiesen, dass WLAN Strahlen tatsächlich einen negativen Effekt auf die männliche Spermienproduktion haben. Dennoch, kann es passieren, dass es zu einer vorübergehenden, geschwächten Zeugungskraft kommt, wenn Man(n) den Laptop zu lange auf dem Schoß hat. Auch die Hitze des Laptops bekommt den Spermien über einen längeren Zeitraum nicht gut.

7. LTE ist die schnellste Internetverbindung

Stimmt Teilweise: Für den Mobilfunk ist LTE tatsächlich die zurzeit schnellste Internetverbindung mit bis zu 50.000 Kbit/s. Für den Hausgebrauch erreichen Glasfaser- und Kabel-Verbindungen jedoch Highspeed Geschwindigkeiten von bis zu 200.000 Kbit/s - LTE hingegen schafft es für den Hausgebrauch auf nur 100.000 Kbit/s.

8. Ein Umzug ist ein Sonderkündigungsgrund

Falsch: Seit der Änderungen im Telekommunikationsgesetz von 2012 ist es dem Endverbraucher möglich, auch vor Ablauf der Mindestvertragslaufzeit seinen Vertrag mit dem Internetanbieter frühzeitig zu terminieren. Beim Umzug sind Anbieter und Kunde jedoch generell dazu verpflichtet, den DSL-Vertrag unter den gleichen vertraglichen Konditionen weiterzuführen. Sollte der DSL Provider jedoch am neuen Wohnsitz nicht verfügbar sein, kann der Kunde das Sonderkündigungsrecht anwenden und den Internetanbieter wechseln.

9. Anonymes surfen schützt die Privatsphäre

Falsch: Anonymes surfen mit einem sicheren Browser wie z.B. Tor kann Ihre Privatsphäre schützen. Der Browser verschlüsselt die IP-Adresse und verhindert somit, dass besuchte Webseiten vom Internetprovider gespeichert werden. Eine Anonymität kann jedoch nicht zu 100% versprochen werden, wenn sie im Netz surfen und der Mythos ist somit leider falsch.

10. Nach Vertragsende darf der Router behalten werden

Stimmt Teilweise: Es kommt darauf an, ob der Router bei Vertragsbeginn vom Kunden gemietet oder bezahlt wurde. Ist letzteres der Fall, darf der Kunde das Endgerät behalten. Dies ist auch der Fall, wenn der Kunde den Router im DSL Komplettpaket erworben hat. Wurde der Router nur gemietet, ist der Kunde nach Ablauf der Vertragslaufzeit dazu verpflichtet, den Router an den Anbieter zurückzusenden. Sollte Unsicherheit über die Rückgabe des Routers bestehen, sollten Kunden die AGB ihres Vertrages genau durchlesen oder den Anbieter selbst kontaktieren.

 

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