Schufa verbessern: Die Top 10 Tipps

Ein schlechtes Schufa-Profil bescheinigt mangelnde Kreditwürdigkeit und macht dem Antragsteller nicht nur bei größeren Anschaffungen oft einen Strich durch die Rechnung. Auch DSL trotz Schufa oder ein Handyvertrag trotz schlechter Bonität sind mitunter schwer zu bekommen. Doch unter Beachtung einiger Tipps lässt sich der sogenannte Schufa-Score positiv beeinflussen.

Für den einen ist sie eine wahre Datenkrake, für den anderen unverzichtbare Quelle für Informationen über die finanzielle Vertrauenswürdigkeit zukünftiger Kunden: Die Schufa, Deutschlands größte Wirtschaftsauskunftei. Ganz gleich, ob es um einen DSL-Antrag mit hochwertiger Hardware geht oder ob der Mobilfunkprovider ein teures Spitzenhandy samt Netzzugang bereitstellt – an der Schufa-Auskunft geht kaum ein Weg vorbei. Dienstleister holen vor Vertragsabschluss bei Kreditsicherungsinstituten oder Wirtschaftsauskunfteien Informationen über die Bonität des zukünftigen Vertragspartners ein, um sich vor bösen Überraschungen in Form von Zahlungsausfällen zu schützen. Diese Auskunfteien, darunter die Schufa, tauschen mit Unternehmen Informationen über Kunden aus und speichern Daten von Vertragspartnern. Kunden müssen allerdings vorab Ihre Einwilligung zur Abfrage Ihrer Daten geben; dies geschieht mit Unterzeichnung der sogenannten Schufa-Klausel. Entscheidend ist dabei der sogenannte Schufa-Score.

Der Schufa-Score: Was genau verbirgt sich dahinter?

Kreditgeber orientieren sich bei ihrer Beurteilung hauptsächlich am sogenannten Schufa-Score eines Kunden, oft auch als Basis-Score bezeichnet, der im Rahmen einer Schufa-Auskunft übermittelt wird. Dieser Score, zu deutsch so viel wie ‚Punktestand‘, ist ein Prognosewert, der per Computer alle drei Monate neu ermittelt wird und die statistische Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls in Prozent vorhersagt. Er steht für die Kreditwürdigkeit des Kunden und liegt bei maximal 100%. Je höher der Wert, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen werden. Je mehr der Score nach unten abweicht, desto größer schätzt der Anbieter das Risiko ein, dass es zum Zahlungsausfall kommt.

Grundlage für die Berechnung des individuellen Scores sind allerdings nicht die Daten einer einzelnen Person, sondern Daten einer Vergleichsgruppe, der die betreffende Person statistisch zugeordnet wird. Ein Score von 95 Prozent bedeutet also, dass innerhalb der Vergleichsgruppe statistisch 95 von 100 Personen zuverlässig ihren Zahlungspflichten nachkommen.

Ein Score von weniger als 50 Prozent wird als ein sehr kritisches Risiko bewertet, einen Prozentsatz von 50 bis 80 Prozent stuft der Kreditgeber als ein sehr hohes Risiko ein. Ein Score von 90% – 95% gilt noch als zufriedenstellendes bis erhöhtes Risiko, erst ein Score-Wert von 95% oder mehr wird als geringes Risiko eingeschätzt.

Können Sie Ihren Schufa-Score positiv beeinflussen?

Der Unterschied zwischen negativer Schufa und Schufa-Score

Grundsätzlich muss zwischen negativem Schufa-Eintrag und Schufa-Score unterschieden werden – diese zwei Begriffe werden oft vermischt, häufig ist auch einfach von negativer Schufa die Rede. Bei einem negativen Schufa-Eintrag handelt es sich um ein konkretes Verschulden, wie z.B. eine nicht geleistete Zahlung, eines individuellen Kunden. Negative Schufa-Einträge müssen grundsätzlich nach einer bestimmten gesetzlich festgelegten Frist gelöscht werden. Nachgewiesen falsche Einträge können jederzeit vor Ablauf der Frist angefochten und die Löschung erwirkt werden. Gegen einen negativen Schufa Eintrag, der berechtigt ist, können Sie dagegen vor Ablauf der geregelten Fristen nichts unternehmen.

Der Schufa-Score dagegen ist ein reiner Prognosewert, der alle drei Monate anhand aktueller Daten neu berechnet wird. Er drückt aus, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass Sie Ihren Zahlungsverpflichtungen pünktlich und vollständig nachkommen. Ihren Schufa-Score können Sie gezielt beeinflussen und verbessern, indem Sie bestimmte Punkte beachten.

Eine allgemein gültige Aussage dazu, wie Sie Ihren Schufa-Score nach oben korrigieren können, lässt sich leider nicht treffen. Es gibt aber eine Reihe von Einzelfaktoren, deren Berücksichtigung sich erfahrungsgemäß günstig auswirken und die Wahrscheinlichkeit einer besseren Einstufung erhöhen.

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Die Top 10 Tipps, wie Sie Ihren Schufa-Score verbessern

1. Sehen Sie Ihre Schufa Datei regelmäßig ein

Als Verbraucher haben Sie nach §34 des Bundesdatenschutzgesetzes einmal pro Jahr Anspruch auf kostenlose Auskunft über Ihre bei der Schufa gespeicherten Daten. Das entsprechende Formular finden Sie auf der Webseite der Schufa

Es empfiehlt sich, von diesem Recht regelmäßig Gebrauch zu machen - so behalten Sie den Überblick über Veränderungen Ihrer Schufa-Datei. Entgegen weitverbreiteter Annahme hat das Einholen der Selbstauskunft keinerlei negative Auswirkungen auf Ihr Schufa-Profil.

Ausführliche Informationen sowie einen Vordruck zum Download finden Sie auf unserer Schufa Ratgeberseite.

2. Gehen Sie gegen falsche oder veraltete Einträge vor

Prüfen Sie alle Einträge Ihrer Selbstauskunft auf Richtigkeit - es kann durchaus vorkommen, dass Schufa-Einträge veraltet und nicht fristgerecht gelöscht oder gar falsch sind. In diesem Fall können diese angefochten werden und müssen bei erfolgreichem Einspruch unverzüglich gelöscht werden. Achten Sie dabei auch auf kleine und scheinbar unbedeutende Fehler wie Schreibfehler oder ähnliches. Einsprüche sollten grundsätzlich in schriftlicher Form eingereicht werden, unter Vorlage eventueller Beweise, die Ihren Einspruch unterstützen. Fehlerhafte Einträge sollten Sie auch bei den Unternehmen monieren, die die falschen Daten an die Schufa weitergegeben haben, denn Vertragspartner sind der Schufa gegenüber zum Widerruf verpflichtet.

3. Zahlen Sie Ihre Rechnungen pünktlich

Liegengebliebene Rechnungen, auch wenn es sich nur um geringe Beträge handelt, können schnell zum Ärgernis werden. Eine Mahnung an sich führt noch nicht zu einem negativen Schufa-Eintrag; wenn der Gläubiger aber ein gerichtliches Mahnverfahren einleitet, gibt es einen Vermerk in der Schufa-Datei. Für regelmäßig wiederkehrende Zahlungen wie Strom, Gas oder Telefonrechnungen empfiehlt es sich deshalb, das Lastschriftverfahren zu nutzen.

4. Reizen Sie Ihren Dispo-Limit nicht aus

Grundsätzlich gilt ein hoher Dispo-Kredit als Anzeichen für gute Kreditwürdigkeit. Regelmäßige Inanspruchnahme kann sich jedoch negativ auswirken und als Indiz dafür gesehen werden, dass Sie Ihre Finanzen nicht im Griff haben. Ein Überziehen des Dispo-Kredites sollten sie unbedingt vermeiden - Schlimmstenfalls hat das zu Folge, dass die Bank Ihnen den Dispo-Kredit kündigt, und das würde Ihren Score negativ beeinflussen.

5. Verzichten Sie auf Kleinkredite und Ratenkauf

Einzelhändler locken oft mit Kauf auf Raten oder Finanzierungen zum Nulltarif. Doch hier ist Vorsicht geboten, denn wenn sich derartige Kleinkredite oder Zahlungen auf Raten häufen, kann sich das negativ auf Ihren Schufa-Score auswirken.

6. Kündigen Sie ungenutzte Konten und vermeiden Sie häufige Wechsel des Girokontos

Lange Geschäftsbeziehungen, die reibungslos und ohne Probleme ablaufen, werden von der Schufa positiv bewertet. Ein häufiger Wechsel des Girokontos dagegen macht es schwer, die Kreditwürdigkeit eines Kunden zuverlässig zu bewerten; das Gleiche gilt für die Existenz mehrerer Girokonten, die als Anhaltspunkt dafür gesehen werden können, dass ein Kunde unzuverlässig ist. Kündigen Sie also überflüssige Karten und Konten und achten Sie möglichst auf Beständigkeit bei Bankverbindungen.

7. Verzichten Sie auf mehrere Kreditkarten

Während eine Kreditkarte grundsätzlich als Indiz für hohe Kreditwürdigkeit gilt, kann eine große Anzahl von Kreditkarten als Anzeichen dafür gesehen werden, dass Ihre Zahlungsmoral zu wünschen übrig lässt. Kreditkartenrechnungen sollten auch möglichst komplett beglichen werden; Abzahlung auf Raten verursacht nicht nur hohe Zinsen, sondern kann auch als mangelnde Disziplin hinsichtlich der eigenen Finanzen interpretiert werden.

8. Vorsicht bei Kreditanfragen

Vor einer Darlehensaufnahme vergleichen die meisten Verbraucher mehrere Angebote. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Bank Ihre Anfrage als ‚Kreditkonditionsanfrage‘ und nicht als ‚Kreditanfrage‘ behandelt. Wenn Sie sich vorab nach den Finanzierungskonditionen erkundigen, stellen Bankmitarbeiter oft eine konkrete Schufa-Anfrage, die gespeichert wird; kommt der Kreditvertrag dann nicht zustande, und das bei mehreren Finanzinstituten, können sich diese gespeicherten Anfragen negativ auf den Schufa-Score auswirken. Die Kreditkonditionsanfrage dagegen hat im Gegensatz zur Kreditanfrage keine Auswirkungen auf Ihren Scorewert, sie ist ‚score-neutral‘. Erst wenn Sie sich für ein konkretes Angebot entscheiden, müssen Sie die sogenannte Schufa-Klausel unterschreiben, die das Kreditinstitut zur richtigen Abfrage ermächtigt und auch in Ihrer Schufa-Datei vermerkt wird.

9. Schützen Sie Ihre Identität

Mit einer zunehmenden Anzahl von Online-Geschäften häufen sich leider auch Fälle von Identitätsdiebstahl. Wenn Betrüger unter Ihrem Namen auf Rechnung Waren bestellen, ohne zu bezahlen, kann sich das negativ auf Ihre Schufa-Datei auswirken. Achten Sie deshalb auf einen guten Virenschutz und vermeiden Sie unseriöse Webseiten. Geschädigte können seit September 2016 einen erfolgten Identitätsdiebstahl gegen Nachweis, dass sie den Fall bei der Polizei zur Anzeige gebracht haben, bei der Schufa registrieren lassen. Die Schufa-Auskunft ist um das Merkmal ‚Identitätsbetrugsopfer‘ erweitert worden. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf Schufa Identitätsmissbrauch

10. Prüfen Sie Ihre Einträge bei allen Auskunfteien

Neben der Schufa gibt es weitere Unternehmen, die ähnliche Dienstleistungen anbieten und Verbraucherdaten speichern, darunter Bürgel, Arvato Infoscore, Accumio oder Deltavista. Vor allem im Einzelhandel wird häufig auf die Dateien alternativer Anbieter zugegriffen. Deshalb lohnt es sich gegebenenfalls, auch bei diesen Anbietern von Ihrem Recht auf Selbstauskunft Gebrauch zu machen. Auch hier haben Sie Anspruch auf kostenlose Eigenauskunft einmal pro Jahr.

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Was Sie über die Schufa und ihre Arbeitsweise wissen sollten

Die Schufa Holding AG mit Sitz in Wiesbaden ist das bekannteste und größte Kreditsicherungsinstitut in Deutschland. Die Schufa ist keine staatliche Behörde, sondern eine Kapitalgesellschaft, die von Aktionären getragen wird. Daten sammelt die Schufa nicht selbst, sondern bezieht sie ausschließlich von Vertragspartnern; zu diesen zählen neben Banken auch Versicherungen, Bausparkassen, Inkassounternehmen, Leasingfirmen, Telekommunikationsunternehmen, Strom- und Gasanbieter sowie Versandhändler. Im Gegenzug erhalten die Vertragspartner auf Anfrage die von der Schufa gespeicherten Informationen. Die Auskunft der Schufa oder anderer Auskunfteien stellt allerdings nur einen Orientierungswert dar: Ob ein Dienstleister einen Vertrag mit Ihnen abschließt oder nicht, liegt allein in seinem Ermessen.

Über wen speichert die Schufa Informationen?

Die Schufa speichert nach eigenen Angaben Daten von über 66 Millionen Bürgern; rund drei Viertel aller Bundesbürger sind in ihrer der Datensammlung erfasst. Wer in Deutschland in irgendeiner Form am Wirtschaftsleben teilnimmt, über den gibt es mit ziemlicher Sicherheit Informationen bei der Schufa.

Welche Informationen speichert die Schufa?

In einer Schufa-Datei werden zwei Arten von Daten gesammelt: Zum einen werden Personendaten wie Name, Geburtsdatum, Geburtsort und Anschrift registriert. Zum anderen werden Finanzdaten zu Girokonten, Kreditkarten, laufenden und getilgten Krediten, Leasingverträgen, etc. gespeichert. Dabei werden auch Informationen zu Kreditaktivität der letzten 12 Monate, wofür ein Kredit genutzt wurde sowie eventuelle Zahlungsstörungen registriert. Angaben über Vermögen oder Einkommen dagegen werden nicht gespeichert. Grundsätzlich muss bei Schufa-Einträgen zwischen negativen und positiven Einträgen unterschieden werden. Einträge über die Existenz eines Girokontos oder einer Kreditkarte, Handyverträge mit Laufzeit oder Kredite sind grundsätzlich positiv: Sie sind Anhaltspunkt dafür, dass man Sie für kreditwürdig hält. Negative Einträge dagegen entstehen immer dann, wenn sich Kunden vertragswidrig verhalten, also z.B. bei Nichtbezahlung von Kreditraten, Mahnverfahren oder Privatinsolvenzen.

Welche Informationen gibt die Schufa an Unternehmen weiter?

Schufa-Vertragspartner erhalten von der Schufa Auskünfte darüber, ob Sie sich als Kunde vertragstreu verhalten und ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Die Auskünfte werden unterteilt in sogenannte A- und B-Auskünfte. Eine B-Ausunft beinhaltet Informationen darüber, ob Sie Ihren Vertragsverpflichtungen ordnungsgemäß nachkommen. Die A-Auskunft ist deutlich umfangreicher und enthält Informationen zu Ihren vollständigen Belastungen. Sensible A-Auskünfte sind in der Regel nur Banken und Kreditgebern zugänglich, Versandhändler oder Telekommunikationsdienstleister haben lediglich Anspruch auf die B-Auskunft.

Bei einer Schufa-Abfrage interessiert sich der Kreditgeber vor allem für Negativmerkmale, auch als negative Einträge oder häufig als ‚negative Schufa‘ bezeichnet. Sind negative Einträge vorhanden, lehnen Gläubiger je nach Art des Vertrages und Schwere der Einträge eine Geschäftsbeziehung von vorneherein ab. Dabei ist allerdings die Art der Anfrage entscheidend – bei einer Kreditanfrage werden strengere Maßstäbe zugrunde gelegt, während z.B. DSL trotz Schufa durchaus möglich ist.

Umstritten: Das Scoring-Verfahren

Wie der Schufa-Score genau berechnet wird und welche Faktoren in das Analyseverfahren einfließen, ist der Öffentlichkeit nicht bekannt. Diese mangelnde Transparenz wird häufig insbesondere von Verbraucherschützern bemängelt. Das Scoring-Verfahren steht regelmäßig auch dafür in der Kritik, dass es nicht die persönliche Situation eines Antragstellers reflektiert, sondern sich auf Personengruppen bezieht. Faktoren wie geregeltes Einkommen, feste Anstellung oder Vermögen, die sich durchaus positiv auswirken könnten, fließen definitiv nicht in die Berechnung des Scores ein – diese Daten darf die Schufa nicht verwenden. Das kann dazu führen, dass Ihr Score vergleichsweise schlecht ausfällt und Ihre tatsächliche finanzielle Situation nicht wirklich widerspiegelt. Entscheidet ein Dienstleister einen Antrag allein auf Grundlage Ihres Schufa-Scores, wird dieser dann eventuell abgelehnt oder ein Vertrag mit Sonderkonditionen angeboten. Auch das sogenannte ‚Geoscoring‘, die Verwendung von Angaben zum Wohnort bei der Berechnung des Scores, ist rechtlich zulässig; in welchem Ausmaß diese aber tatsächlich in die Ermittlung des Score-Wertes einfließen, ist nicht bekannt.

Branchenspezifische Scores je nach Geschäftsart

Neben dem sogenannten Basis-Score errechnet die Schufa auch branchenspezifische Scores, z.B. für Bankgeschäfte oder Telekommunikationsdienstleistungen. Diese können unter Umständen vom Basis-Score abweichen; das hängt damit zusammen, dass das Ausfallrisiko bei einem Immobiliendarlehen anders bewertet wird als bei einem Handyvertrag, bei dem es um geringere Geldbeträge geht.

Die Weitergabe ihres Score-Wertes durch die Schufa kann von Verbrauchern untersagt werden; allerdings nehmen viele Gläubiger bei Antragsstellung den Score als Grundlage und lehnen eine Antragsbearbeitung unter Umständen von vorneherein ab, wenn sie den Score nicht übermittelt bekommen.

Wie lange werden Daten bei der Schufa gespeichert?

Die Speicherung der Daten bei der Schufa unterliegt gewissen Fristen, die je nach Art des Eintrages variieren. Nach Ablauf dieser Fristen muss die Schufa die Einträge löschen. Daten zu aufgelösten Girokonten oder gekündigten Kreditkarten werden unmittelbar gelöscht, Anfragen zur Eröffnung von Girokonten dagegen bleiben bis zu einem Jahr bestehen. Angaben zu Darlehen werden bis zu drei Jahre nach Beendigung der Rückzahlung gespeichert, Bürgschaften werden sofort gelöscht, wenn der Kredit getilgt ist. Daten über die nicht vertragsgemäße Abwicklung von Geschäften werden drei Jahre nach Begleichen der Forderung gelöscht. Einträge zu Insolvenzverfahren bleiben bis zu sechs Jahre nach Einstellung des Verfahrens bestehen.

Was tun, wenn Ihre Schufa-Datei Fehler enthält?

Wenn Sie in Ihrer Schufa-Datei nachweislich fehlerhafte oder veraltete Einträge feststellen, sollten Sie unverzüglich Einspruch erheben und Korrektur bzw. Löschung dieser Einträge verlangen. Ein Einspruch muss schriftlich erfolgen, unter kurzer Beschreibung des Sachverhaltes; falls Sie Dokumente haben, die Ihre Argumentation untermauern, reichen Sie diese am besten mit ein. Die Schufa ist verpflichtet, Ihren Einspruch innerhalb einer angemessenen Frist zu prüfen. Sind Einträge nachgewiesen falsch, müssen diese unverzüglich gelöscht werden. Berechtigte Einträge dagegen werden grundsätzlich nicht entfernt, bevor die festgelegte Frist abgelaufen ist. In Streitfällen steht Ihnen zu Schlichtungszwecken ein Schufa-Ombudsmann zur Verfügung, der den Fall neutral prüft und ein verbindliches Urteil fällt.

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