Verbessern Sie jetzt
Ihren Schufa-Score

  • Was ist der Schufa-Score
  • Top Tipps zum Verbessern des Schufa-Scores
  • Top Anbieter trotz Schufa

Der negative Schufa-Score

Nicht nur bei größeren Anschaffungen, auch bei alltäglichen Geschäften macht ein schlechter Schufa-Score dem Antragsteller oft einen Strich durch die Rechnung, denn ein schlechtes Profil bescheinigt mangelnde Kreditwürdigkeit. Doch unter Beachtung einiger Tipps lässt sich ein Schufa-Score gezielt verbessern.

Schufa-Score verbessern: Die Top 10 Tipps

Für den einen ist sie ein wahres Daten-Schreckgespenst, für den anderen unverzichtbare Quelle für Informationen über die finanzielle Vertrauenswürdigkeit zukünftiger Kunden: Die Schufa, Deutschlands größte Wirtschaftsauskunftei. Ganz gleich, ob es um die Auszahlung eines Kredites geht, ob der Mobilfunkprovider ein teures Spitzenhandy samt Netzzugang bereitstellt oder der Onlinehändler Waren im Wert von mehreren hundert Euro auf Rechnung verschickt – an der Schufa-Auskunft geht kaum ein Weg vorbei. Ein Kreditgeber, der in Vorleistung geht, trägt das Risiko, auf Kosten sitzen zu bleiben. Aus diesem Grund holen Unternehmen vor Vertragsabschluss Informationen über die Bonität des zukünftigen Vertragspartners ein. Zu diesem Zweck nehmen potenzielle Gläubiger die Dienste sogenannter Kreditsicherungsinstitute oder Wirtschaftsauskunfteien in Anspruch: Diese tauschen mit Geldgebern Informationen über Kunden aus und speichern Daten von Vertragspartnern. Das größte und bekannteste deutsche Kreditsicherungsinstitut ist die Schufa, um deren Arbeitsweise sich zahlreiche Gerüchte ranken.

schlaubi erklärt Ihnen in diesem Beitrag, was es mit dem Schufa-Score auf sich hat und nennt die zehn besten Tipps, wie Sie ihn verbessern können; abschließend finden Sie die wichtigsten Fakten, die Sie zum Thema Schufa kennen sollten sowie Tipps, wie Sie auch bei aktuell schlechtem Schufa-Score einen günstigen DSL-Vertrag oder Mobilfunkvertrag trotz Schufa finden können.

Der Schufa-Score: Was verbirgt sich dahinter?

Von entscheidender Bedeutung für Kreditgeber ist der sogenannte Schufa-Score eines Kunden, oft auch als Basis-Score bezeichnet, der im Rahmen einer Schufa-Auskunft übermittelt wird. Der Score, zu deutsch so viel wie ‚Punktwert‘ oder ‚Punktestand‘, ist ein Prognosewert, der per Computer alle drei Monate neu ermittelt wird und die statistische Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls in Prozent vorhersagt. Er steht für die Kreditwürdigkeit des Kunden und liegt bei maximal 100%. Je höher der Wert, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen werden. Je mehr der Score nach unten abweicht, desto größer schätzt der Anbieter das Risiko ein, dass es zum Zahlungsausfall kommt.

Grundlage für die Berechnung des individuellen Scores sind allerdings nicht die Daten einer einzelnen Person, sondern Daten einer Vergleichsgruppe, der die betreffende Person statistisch zugeordnet wird. Ein Score von 95 Prozent bedeutet also, dass innerhalb der Vergleichsgruppe statistisch von 95 von 100 Personen zuverlässig ihren Zahlungspflichten nachkommen.

Ein Score von weniger als 50 Prozent wird als ein sehr kritisches Risiko bewertet, einen Prozentsatz von 50 bis 80 Prozent stuft der Kreditgeber als ein sehr hohes Risiko ein. Ein Score von 90% – 95% gilt noch als zufriedenstellendes bis erhöhtes Risiko, erst ein Score-Wert von 95% oder mehr wird als geringes Risiko eingeschätzt.

Branchenspezifische Scores je nach Geschäftsart

Neben dem sogeannten Basis-Score errechnet die Schufa auch branchenspezifische Scores, z.B. für Bankgeschäfte oder Telekommunikationsdienstleistungen. Diese können unter Umständen vom Basis-Score abweichen; das hängt damit zusammen, dass das Ausfallrisiko bei einem Immobiliendarlehen anders bewertet wird als bei einem Handyvertrag, bei dem es um geringere Geldbeträge geht.

Kann der Schufa-Score verbessert werden?

Grundsätzlich ist es wichtig, negative Schufa-Einträge und Schufa-Score getrennt voneinander zu betrachten. Schufa-Einträge müssen grundsätzlich nach einer bestimmten gesetzlich festgelegten Frist gelöscht werden. Nachgewiesen falsche oder veraltete Einträge können jederzeit vor Ablauf der Frist angefochten und die Löschung erwirkt werden. Gegen negative Einträge, die berechtigt sind, können Sie dagegen vor Ablauf der geregelten Fristen nichts unternehmen.

Der Schufa-Score dagegen drückt aus, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass Sie Ihren Kredit pünktlich und vollständig zurückzahlen; er ist ein reiner Prognosewert, der alle drei Monate anhand aktueller Daten neu berechnet wird. Ihren Schufa-Score können Sie gezielt beeinflussen und verbessern, indem Sie bestimmte Punkte beachten.

Eine allgemein gültige Aussage dazu, wie Sie Ihren Schufa-Score nach oben korrigieren können, lässt sich leider nicht treffen. Es gibt aber eine Reihe von Einzelfaktoren, deren Berücksichtigung sich erfahrungsgemäß günstig auswirken und die Wahrscheinlichkeit einer besseren Einstufung erhöhen.

Die Top 10 Tipps, wie Sie Ihren Schufa-Score verbessern

1. Sehen Sie Ihre Schufa Datei regelmäßig ein

Als Verbraucher haben Sie nach §34 des Bundesdatenschutzgesetzes einmal pro Jahr Anspruch auf kostenlose Auskunft über Ihre bei der Schufa gespeicherten Daten. Das entsprechende Formular finden Sie auf der Webseite der Schufa. Es empfiehlt sich, von diesem Recht regelmäßig Gebrauch zu machen - so behalten Sie den Überblick über Veränderungen Ihrer Schufa-Datei.

Entgegen weitverbreiteter Annahme hat die Einholung der Selbstauskunft keinerlei negative Auswirkungen auf Ihr Schufa-Profil.

Folgende Informationen erhalten Sie im Rahmen Ihrer Selbstauskunft:

  • Die zu ihrer Person gespeicherten Daten (Name, Geburtsdatum, Adresse, etc.)
  • Wer Ihre Daten angefragt und erhalten hat
  • Welche Scorewerte innerhalb der letzten zwölf Monate an welche Vertragspartner übermittelt wurden
  • Ihren aktueller Basis-Scorewert

Nicht automatisch übermittelt werden die sogenannte Branchen-Scores, die allerdings nicht so häufig aktualisiert werden wie der Basis-Score.

Beim Antrag auf Eigenauskunft sollten Sie unbedingt darauf achten, auch das Kästchen ‚Aktuelle Wahrscheinlichkeitswerte‘ anzukreuzen – damit erklären Sie, dass Sie Ihren aktuellen Basis-Score mitgeteilt bekommen möchten. Vermeiden sollten Sie dagegen das Ankreuzen der Option ‚Alternativ: Bestellung Bonitätsauskunft‘, denn damit bestellen Sie eine kostenpflichtige Bonitätsauskunft.

2. Gehen Sie gegen falsche oder veraltete Einträge vor

Sobald Sie die Eigenauskunft vorliegen haben, gilt es, alle Einträge sorgfältig auf Richtigkeit zu prüfen - es kann durchaus vorkommen, dass Schufa-Einträge veraltet und nicht fristgerecht gelöscht oder gar falsch sind. In diesem Fall können die Einträge angefochten werden und müssen bei erfolgreichem Einspruch unverzüglich gelöscht werden. Achten Sie dabei auch auf kleine und scheinbar unbedeutende Fehler wie Schreibfehler oder ähnliches. Einsprüche sollten grundsätzlich in schriftlicher Form eingereicht werden, unter Vorlage eventueller Beweise, die Ihren Einspruch unterstützen. Fehlerhafte Einträge sollten auch bei den Unternehmen moniert werden, die die falschen Daten an die Schufa weitergegeben haben, denn Vertragspartner sind der Schufa gegenüber zum Widerruf verpflichtet.

3. Zahlen Sie Ihre Rechnungen pünktlich

Achten Sie darauf, Rechnungen pünktlich zu begleichen und Kreditraten fristgemäß zu bezahlen. Liegengebliebene Rechnungen, auch wenn es sich nur um geringe Beträge handelt, können schnell zum Ärgernis werden. Eine Mahnung an sich führt noch nicht zu einem negativen Schufa-Eintrag; wenn der Gläubiger aber ein gerichtliches Mahnverfahren einleitet, gibt es einen Vermerk in der Schufa-Datei. Für regelmäßig wiederkehrende Zahlungen wie Strom, Gas oder Telefonrechnungen empfiehlt es sich deshalb, das Lastschriftverfahren zu nutzen.

4. Reizen Sie Ihr Dispo-Limit nicht aus

Grundsätzlich gilt ein hoher Dispo-Kredit als Anzeichen für gute Kreditwürdigkeit. Regelmäßige Inanspruchnahme kann sich jedoch negativ auswirken und als Indiz dafür gesehen werden, dass Sie Ihre Finanzen nicht im Griff haben. Ein Überziehen des Dispo-Kredites sollten sie unbedingt vermeiden - Schlimmstenfalls hat das zu Folge, dass die Bank Ihnen den Dispo-Kredit kündigt, und das würde Ihren Score negativ beeinflussen.

5. Verzichten Sie auf Kleinkredite und Ratenkauf

Einzelhändler locken oft mit Kauf auf Raten oder Finanzierungen zum Nulltarif. Doch hier ist Vorsicht geboten, denn wenn sich derartige Kleinkredite oder Zahlungen auf Raten häufen, kann sich das negativ auf Ihren Schufa-Score auswirken.

6. Kündigen Sie ungenutzte Konten und vermeiden Sie häufige Wechsel des Girokontos

Lange Geschäftsbeziehungen, die reibungslos und ohne Probleme ablaufen, werden von der Schufa positiv bewertet. Ein häufiger Wechsel des Girokontos dagegen macht es schwer, die Kreditwürdigkeit eines Kunden zuverlässig zu bewerten; das Gleiche gilt für die Existenz mehrerer Girokonten, die als Anhaltspunkt dafür gesehen werden können, dass ein Kunde unzuverlässig ist. Kündigen Sie also überflüssige Karten und Konten und achten Sie möglichst auf Beständigkeit bei Bankverbindungen.

7. Verzichten Sie auf mehrere Kreditkarten

Während eine Kreditkarte grundsätzlich als Indiz für hohe Kreditwürdigkeit gilt, kann eine große Anzahl von Kreditkarten als Anzeichen dafür gesehen werden, dass Ihre Zahlungsmoral zu wünschen übrig lässt. Unbedingt vermieden werden sollte auch Das teilweise Begleichen von Kreditkartenrechnungen: Das verursacht nicht nur hohe Zinsen, sondern kann auch als mangelnde Disziplin hinsichtlich der eigenen Finanzen interpretiert werden.

8. Vorsicht bei Kreditanfragen

Vor einer Darlehensaufnahme vergleichen die meisten Verbraucher mehrere Angebote. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Bank Ihre Anfrage als ‚Kreditkonditionsanfrage‘ und nicht als ‚Kreditanfrage‘ behandelt. Wenn Sie sich vorab nach den Finanzierungskonditionen erkundigen, stellen Bankmitarbeiter oft eine konkrete Schufa-Anfrage, die gespeichert wird; kommt der Kreditvertrag dann nicht zustande, und das bei mehreren Finanzinstituten, kann sich das negativ auf den Schufa-Score auswirken.

Die Kreditkonditionsanfrage dagegen hat im Gegensatz zur Kreditanfrage keine Auswirkungen auf Ihren Scorewert, sie ist ‚score-neutral‘. Erst wenn Sie sich für ein konkretes Angebot entscheiden, müssen Sie die sogenannte Schufa-Klausel unterschreiben, die das Kreditinstitut zur richtigen Abfrage ermächtigt und zu einem Eintrag in Ihrer Schufa-Datei führt.

9. Schützen Sie Ihre Identität

Mit einer zunehmenden Anzahl von Online-Geschäften häufen sich leider auch Fälle von Identitätsdiebstahl. Wenn Betrüger Ihren Namen missbrauchen und auf Rechnung Waren bestellen, ohne zu bezahlen, kann sich das negativ auf Ihre Schufa-Datei auswirken. Achten Sie deshalb auf einen guten Virenschutz und vermeiden Sie unseriöse Webseiten. Geschädigte können seit September 2016 einen erfolgten Identitätsdiebstahl gegen Nachweis, dass sie den Fall bei der Polizei zur Anzeige gebracht haben, bei der Schufa registrieren lassen. Die Schufa-Auskunft ist um das Merkmal ‚Identitätsbetrugsopfer‘ erweitert worden.

10. Prüfen Sie Ihre Einträge bei allen Auskunfteien

Neben der Schufa gibt es weitere Unternehmen, die ähnliche Dienstleistungen anbieten und Verbraucherdaten speichern, darunter Bürgel, Arvato Infoscore, Accumio oder Deltavista. Vor allem im Einzelhandel wird zunehmend auf die Dateien alternativer Anbieter zugegriffen. Deshalb lohnt es sich gegebenenfalls, auch bei diesen Anbietern von Ihrem Recht auf Selbstauskunft Gebrauch zu machen. Auch hier haben Sie Anspruch auf kostenlose Eigenauskunft einmal pro Jahr.

Die Schufa: Deutschlands größte Auskunftei

Das bekannteste und größte Kreditsicherungsinstitut in Deutschland ist die Schufa Holding AG, kurz für ‚Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung‘, mit Sitz in Wiesbaden. Die Schufa ist keine staatliche Behörde, sondern eine Kapitalgesellschaft, die von Aktionären getragen wird. Daten sammelt die Schufa nicht selbst, sondern bezieht sie ausschließlich von Vertragspartnern; zu diesen zählen neben Banken auch Versicherungen, Bausparkassen, Inkassounternehmen, Leasingfirmen, Telekommunikationsunternehmen, Strom- und Gasanbieter sowie Versandhändler. Im Gegenzug erhalten die Vertragspartner auf Anfrage die von der Schufa gespeicherten Informationen. Auch Unternehmen wie Ebay oder PayPal fragen bei der Schufa Daten zum Zweck der Identitätsprüfung ab.

Die Schufa speichert nach eigenen Angaben Daten von über 66 Millionen Bürgern; rund drei Viertel aller Bundesbürger sind in ihrer der Datensammlung erfasst. Wer in Deutschland in irgendeiner Form am Wirtschaftsleben teilnimmt, über den gibt es mit ziemlicher Sicherheit Informationen bei der Schufa.

Welche Informationen speichert die Schufa?

In einer Schufa-Datei werden zwei Arten von Daten gesammelt: Zum einen werden Personendaten wie Name, Geburtsdatum, Geburtsort und Anschrift registriert. Zum anderen werden Finanzdaten zu Girokonten, Kreditkarten, laufenden und getilgten Krediten, Leasingverträgen etc. gespeichert. Dabei werden auch Informationen zu Kreditaktivität der letzten 12 Monate, wofür ein Kredit genutzt wurde sowie eventuelle Zahlungsstörungen registriert. Angaben über Vermögen oder Einkommen dagegen werden nicht gespeichert. Grundsätzlich muss bei Schufa-Einträgen zwischen negativen und positiven Einträgen unterschieden werden. Einträge über die Existenz eines Girokontos oder einer Kreditkarte, Handyverträge mit Laufzeit oder Kredite sind grundsätzlich positiv: Sie sind Anhaltspunkt dafür, dass man Sie für kreditwürdig hält. Negative Einträge dagegen entstehen immer dann, wenn sich Kunden vertragswidrig verhalten, also z.B. bei Nichtbezahlung von Kreditraten, Mahnverfahren oder Privatinsolvenzen.

Welche Informationen gibt die Schufa an Unternehmen weiter?

Für die Abfrage der Informationen ist nach dem Bundesdatenschutzgesetz ein berechtigtes Interesse des Kreditgebers nachzuweisen: Das Geschäft muss für den Gläubiger mit einem wirtschaftlichen Risiko verbunden sein. Darüber hinaus ist eine Einwilligung des Kunden zur Weitergabe der über ihn gespeicherten Informationen erforderlich. Die Auskunft der Schufa oder anderer Auskunfteien stellt allerdings nur einen Orientierungswert dar: Ob ein Kreditgeber einen Vertrag mit Ihnen abschließt oder nicht, liegt allein in seinem Ermessen Schufa-Vertragspartner erhalten von der Schufa Auskünfte darüber, ob Sie sich als Kunde vertragstreu verhalten und ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Die Auskünfte werden unterteilt in sogenannte A- und B-Auskünfte. Eine B-Ausunft beinhaltet Informationen darüber, ob Sie Ihren Vertragsverpflichtungen ordnungsgemäß nachkommen. Die A-Auskunft ist deutlich umfangreicher und enthält Informationen zu Ihren vollständigen Belastungen. Sensible A-Auskünfte sind in der Regel nur Banken und Kreditgebern zugänglich, Versandhändler oder Telekommunikationsdienstleister haben lediglich Anspruch auf die B-Auskunft. Bei einer Schufa-Abfrage interessiert sich der Kreditgeber vor allem für Negativmerkmale, auch als negative Einträge oder häufig als ‚negative Schufa‘ bezeichnet. Sind negative Einträge vorhanden, lehnen Gläubiger je nach Art des Vertrages und Schwere der Einträge eine Geschäftsbeziehung von vorneherein ab. Dabei ist allerdings die Art der Anfrage entscheidend – bei einer Kreditanfrage werden strengere Maßstäbe zugrunde gelegt als bei einem Handvertrag.

Im Kreuzfeuer der Kritik: Das Scoring-Verfahren

Wie der Score genau berechnet wird und welche Faktoren in das Analyseverfahren einfließen, ist der Öffentlichkeit nicht bekannt. Diese mangelnde Transparenz wird häufig insbesondere von Verbraucherschützern kritisiert. Das Scoring-Verfahren steht regelmäßig auch dafür in der Kritik, dass es nicht die persönliche Situation eines Antragstellers reflektiert, sondern sich auf Personengruppen bezieht. Faktoren wie geregeltes Einkommen, feste Anstellung oder Vermögen, die sich durchaus positiv auswirken könnten, fließen definitiv nicht in die Berechnung des Scores ein – diese Daten darf die Schufa nicht verwenden. Das kann dazu führen, dass Ihr Score vergleichsweise schlecht ausfällt und Ihre tatsächliche finanzielle Situation nicht wirklich widerspiegelt. Entscheidet eine Bank einen Darlehensantrag allein auf Grundlage Ihres Schufa-Scores, wird der Kredit dann eventuell abgelehnt oder zu ungünstigeren Konditionen angeboten. Auch das sogenannte ‚Geoscoring‘, die Verwendung von Angaben zum Wohnort bei der Berechnung des Scores, ist rechtlich zulässig; in welchem Ausmaß diese aber tatsächlich in die Ermittlung des Score-Wertes einfließen, ist nicht bekannt.

Die Weitergabe ihres Score-Wertes durch die Schufa kann von Verbrauchern untersagt werden; allerdings nehmen viele Gläubiger bei Antragsstellung den Score als Grundlage und lehnen eine Antragsbearbeitung unter Umständen von vorneherein ab, wenn sie den Score nicht übermittelt bekommen.

Wie lange werden Daten bei der Schufa gespeichert?

Die Speicherung der Daten bei der Schufa unterliegt gewissen Fristen, die je nach Art des Eintrages variieren. Nach Ablauf dieser Fristen muss die Schufa die Einträge löschen. Daten zu aufgelösten Girokonten oder gekündigten Kreditkarten werden unmittelbar gelöscht, Anfragen zur Eröffnung von Girokonten dagegen bleiben bis zu einem Jahr bestehen. Angaben zu Darlehen werden bis zu drei Jahre nach Beendigung der Rückzahlung gespeichert, Bürgschaften werden sofort gelöscht, wenn der Kredit getilgt ist. Daten über die nicht vertragsgemäße Abwicklung von Geschäften werden drei Jahre nach Begleichen der Forderung gelöscht. Einträge zu Insolvenzverfahren bleiben bis zu sechs Jahre nach Einstellung des Verfahrens bestehen.

Was tun, wenn Ihre Schufa-Datei Fehler enthält?

Wenn Sie in Ihrer Schufa-Datei nachweislich fehlerhafte oder veraltete Einträge feststellen, sollten Sie unverzüglich Einspruch erheben und Korrektur bzw. Löschung dieser Einträge verlangen. Ein Einspruch muss schriftlich erfolgen, unter kurzer Beschreibung des Sachverhaltes; falls Sie Dokumente haben, die Ihre Argumentation untermauern, reichen Sie diese am besten mit ein. Die Schufa ist verpflichtet, Ihren Einspruch innerhalb einer angemessenen Frist zu prüfen. Sind Einträge nachgewiesen falsch, müssen diese unverzüglich gelöscht werden. Berechtigte Einträge dagegen werden grundsätzlich nicht entfernt, bevor die festgelegte Frist abgelaufen ist

In Streitfällen steht Ihnen zu Schlichtungszwecken ein Schufa-Ombudsmann zur Verfügung, der den Streitfall neutral prüft und ein verbindliches Urteil fällt.

DSL oder Handyvertag trotz schlechtem Schufa-Score: So kann es trotzdem klappen

Auch bei aktuell schlechtem Schufa-Score gibt es Möglichkeiten, einen DSL-oder Mobilfunkvertrag zu bekommen – in erster Linie kommt es darauf an, wie der jeweilige Anbieter Schufa-Anfragen handhabt und vor allem, wie eventuelle Negativ-Einträge gewichtet werden, und das kann durchaus unterschiedlich sein. schlaubi nennt Ihnen nachfolgend die wesentlichen Punkte, auf die Sie bei negativer Bonität auf der Suche nach einem DSL- oder Mobilfunkprovider achten sollten, um Ihre Erfolgschancen zu verbessern.

  • Suchen Sie nach Anbietern, die eine faire Bonitätsprüfung durchführen

    Achten Sie bei der Auswahl eines Providers darauf, ob dieser eine faire Schufa-Prüfung verspricht: Hier werden Interessenten mit einem negativen Schufa-Eintrag nicht kategorisch abgelehnt, die Beurteilung erfolgt auf Kulanzbasis. Jeder Fall wird individuell geprüft; je nach Art und Schwere des Eintrages kann der Kunde trotzdem einen Vertrag bekommen. Bei weniger schwerwiegenden Problemen stehen bei einer fairen Bonitätsprüfung die Chancen gut, nicht abgelehnt zu werden.

  • Fangen Sie mit einem günstigen Einsteigertarif an

    Wenn Sie einen negativen Schufa-Eintrag haben, wählen Sie zunächst einen günstigen Einsteigertarif – viele Anbieter sind eher bereit, einem solchen Antrag zuzustimmen, als Ihnen sofort einen leistungsfähigen und damit teureren Spitzentarif zu gewähren. Je kleiner das Risiko, desto größer die Erfolgsaussichten. Nach einigen Monaten ohne Probleme können Sie dann versuchen, in einen besseren Tarif zu wechseln.

  • Buchen Sie DSL ohne Mobilfunkoption

    Bei einem Mobilfunkvertrag wird grundsätzlich eine Schufa-Anfrage gestellt, und die Bonitätsprüfung fällt in der Regel strenger aus als für DSL-Anträge – verzichten Sie also bei einem DSL-Vertrag auf Mobilfunkoptionen, falls Sie ein schlechtes Schufa-Profil haben.

  • Verzichten Sie auf Extras und Zusatzoptionen

    Bei einem Vertrag, der Extras beinhaltet, wird in der Regel strenger geprüft. Das betrifft vor allem Hardware, die vom Provider zur Verfügung gestellt wird. Beim Handyvertrag haben Sie bei negativer Schufa deutlich bessere Chancen auf Erfolg, wenn Sie einen SIM Only-Vertrag wählen, also eine Option ohne Handy, denn hier sind die monatlichen Kosten und damit das Risiko für den Provider deutlich niedriger. Verträge mit dem aktuellsten Spitzenhandy sind bei schlechtem Schufa-Score so gut wie ausgeschlossen.

  • Konzentrieren Sie Ihre Suche auf Angebote ohne Vertragslaufzeit

    Bei Verträgen ohne Mindestlaufzeit, sowohl im DSL- als auch im Mobilfunkbereich, sind die Chancen, angenommen zu werden, oft besser, da das Risiko für den Provider geringer ist.

  • Ziehen Sie eine Prepaid-Option in Erwägung

    Im Mobilfunk stellen Prepaid-Tarife dank der Preisentwicklungen der letzten Jahre eine echte Alternative zu Verträgen dar, mit günstigen Flatrates für Telefonie und Surfen, die sich mit den Tarifen aus dem Vertragssegment messen können. Im DSL-Bereich dagegen sind Tarife gegen Vorkasse rar.

  • Fragen Sie nach der Möglichkeit einer Sicherheitsleistung

    Bei manchen Anbietern ist es möglich, auch bei schlechter Schufa gegen Hinterlegung einer Sicherheitsleistung, die meist bei 100-150 Euro liegt, einen DSL- oder Handyvertrag zu bekommen. Erkundigen Sie sich nach den Optionen.

  • Suchen Sie das Gespräch mit dem Provider

    Sollte Ihr Antrag auf DSL oder Mobilfunk dennoch abgelehnt werden, fragen Sie nach dem Grund für den negativen Bescheid. Oft können im Gespräch mit dem Provider individuelle Lösungen gefunden werden, insbesondere dann, wenn die Ablehnung aufgrund eines schlechten Schufa-Scores erfolgt, der nicht wirklich Ihre finanziellen Möglichkeiten reflektiert und Sie problemlos in der Lage sind, finanzielle Verpflichtungen zu erfüllen.

Gas- und Stromanbieter wechseln trotz schlechtem Schufa-Score

Strom- und Gasanbieter haben grundsätzlich die Möglichkeit, vor Vertragsabschluss bei der Schufa eine Schufa-Auskunft über den Kunden einzuholen; bei den meisten Energieunternehmen findet sich eine entsprechende Klausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die besagt, dass der Dienstleister sich diese Möglichkeit vorbehält. Erfahrungsgemäß machen viele Strom- und Gasanbieter auch von dieser Schufa Auskunftsoption Gebrauch; eine allgemeingültige Aussage dazu, dass wirklich bei jedem Antrag eine Bonitätsprüfung durchgeführt wird, lässt sich jedoch nicht treffen. Genauere Auskunft hierzu gibt Ihnen der jeweilige Anbieter.

Ob ein Antrag auf Strom- bzw. Gasversorgung bei einem eventuell günstigeren Alternativ-Anbieter trotz negativer Schufa erfolgreich ist, liegt allein im Ermessen des Dienstleisters: Es hängt davon ab, ob dieser eine Bonitätsprüfung durchführt, wie er gegebenenfalls vorhandene Schufa-Einträge gewichtet und wie schwerwiegend die Einträge sind.

Nachfolgend finden Sie die besten Tipps, wie Sie trotz schlechter Schufa einen günstigeren Energietarif bekommen können.

  • Sprechen Sie mit dem Energieversorger über individuelle Lösungen

    Sprechen Sie mit Ihrem Wunsch-Anbieter, auch wenn Ihr Schufa-Score negativ ist, und legen Sie ihre Karten dabei ehrlich auf den Tisch. Grundsätzlich haben Energieversorger ein Interesse daran, neue Kunden zu gewinnen und sind deshalb in vielen Fällen bereit, individuell zugeschnittene Lösungen zu erarbeiten. In vielen Fällen wird ein Vertragsabschluss bei negativer Bonität dann an bestimmte Bedingungen geknüpft. Konkret handelt es sich dabei meistens um sogenannte Pakettarife, bei denen Sie vorab festgelegte Mengen an Strom- und Gas gegen Vorkasse beziehen, ähnlich den Prepaid-Tarifen im Mobilfunk. Mit dieser Option ist das Risiko für den Anbieter, auf Kosten sitzen zu bleiben, sehr gering. Die zweite Variante, die bei negativer Schufa-Auskunft oft zur Anwendung kommt, ist die Hinterlegung einer Kaution. Ob ein Energieversorger Ihnen einen Vertrag anbietet und zu welchen Konditionen, erfahren Sie in der Regel im direkten Gespräch.

  • Pakettarife als Alternative: Strom und Gas gegen Vorkasse

    Eine Alternative zu herkömmlichen Strom- und Gastarifen sind Tarife gegen Vorkasse. Hier leisten Sie anstatt der üblichen monatlichen Abschlagszahlungen Vorauszahlungen in regelmäßigen Abständen, meist vierteljährlich oder halbjährlich. Bei Pakettarifen nehmen Sie dem Anbieter eine vertraglich festgelegte Menge an Strom oder Gas ab: Sie kaufen also ein Paket zum Festpreis und bekommen Strom oder Gas zu weit günstigeren Preisen als in der Grundversorgung, auch die oft teure Grundgebühr entfällt. Wenn Sie Ihren Durchschnittsverbrauch zuverlässig ermitteln können, kann ein Pakettarif eine äußerst sinnvolle und vor allem sehr kostengünstige Option sein. Der Nachteil: Nicht genutzte Kilowattstunden verfallen in der Regel, und das vorab gezahlte Geld wird nicht zurückerstattet; außerdem sind eventuell zusätzlich benötigte Kilowattstunden meist teuer. Da Sie allerdings mit der Wahl eines Pakettarifes in Vorleistung gehen, sollten Sie den Anbieter vorab gründlich recherchieren und auch auf Preisgarantien während der Vertragslaufzeit achten, um sich vor eskalierenden Kosten zu schützen.

  • Kautionsmodell

    Bei manchen Energieversorgern wird bei negativer Bonität die Hinterlegung einer Kaution als Sicherheit für eventuelle Zahlungsausfälle verlangt. Die Höhe dieser Kaution variiert je nach individuellem Fall und Dienstleister. Wenn das Vertragsverhältnis beendet ist, erhält der Kunde die hinterlegte Sicherheit in voller Höhe zurück, insofern er alle angefallenen Kosten bezahlt hat.

Wie unser Service funktioniert

  1. - 1 -Vergleichen

    Geben Sie Ihre Postleitzahl in unseren Verfügbarkeitsrechner ein und wir vergleichen alle verfügbaren Internet Anbieter und deren Angebote in Ihrer Region für Sie.

  2. - 2 -Auswählen

    Sortieren und Filtern Sie die Ergebnisse nach Kosten, Geschwindigkeit, Vertragslaufzeit und mehr, um schnell das passende Angebot für Ihre Bedürfnisse zu finden.

  3. - 3 -Bestellen

    Bestellen Sie Ihr Internet Angebot einfach und schnell online – Ihr neuer Anbieter kümmert sich dann um den Rest!

Häufig gestellte Fragen zum Thema Anbieterwechsel

  1. Warum benötigt schlaubi Ihre Postleitzahl?
    Mit der Eingabe Ihrer Postleitzahl haben wir die Möglichkeit, Ihnen nur Angebote zu zeigen, die auch bei Ihnen verfügbar sind. Wir legen hohen Wert auf Datenschutz und geben Ihre Daten bzw. Ihre Postleitzahl niemals an Dritte weiter. Einen Link zu unserem kompletten Datenschutz finden Sie auf unserer Webseite unter "Über uns".
  2. Listet schlaubi alle Anbieter?
    schlaubi listet alle großen deutschen Anbieter sowie eine Reihe von kleineren, regionalen Providern. Es kann jedoch vorkommen, dass einige Internetanbieter nicht gelistet sind. Dies liegt hauptsächlich daran, dass diese unseren strengen Aufnahmekriterien nicht gerecht wurden. Die Anbieter die wir bei uns listen, decken eine Verfügbarkeit von 98% in Deutschland ab. Wir sind stehts bemüht, neue Provider auf unserer Webseite hinzuzufügen. Falls Sie ein Anbieter sind oder möchten, das wir einen Anbieter listen, kontaktieren Sie uns bitte per E-Mail unter: info@schlaubi.de
  3. Warum sollten Sie Preisvergleichsseiten benutzen?
    Vielen von uns streben danach, einen guten Service für wenig Geld von unserem Internetanbieter zu erhalten. Aber die Realität sieht manchmal anders aus. Wir haben heutzutage einfach nicht mehr die Zeit oder Geduld uns mit dem Thema zu befassen, oder die Angst tagelang ohne Internetverbindung zu sein überwiegt. So ist es für viele einfach leichter, beim alten Anbieter im gleichen Vertrag zu bleiben. Oftmals ist der „alte Vertrag“ jedoch nicht mehr der richtige für die eigenen Bedürfnisse. Daher ist es wichtig, dass Sie sich genau darüber informieren, was Sie für Ihr Geld bekommen können und welches Angebot auch wirklich Ihren Bedürfnissen entspricht. Und genau da, kommen wir ins Spiel. Mit unserem unabhängigen Verfügbarkeitsrechner können Sie ganz einfach prüfen, welche Angebote bei Ihnen verfügbar sind. Geben Sie einfach Ihre Postleitzahl ein und wir erledigen den Rest. Sie haben auch die Möglichkeit mit der Filterfunktion das Suchergebnis auf Ihre Bedürfnisse anzupassen. Zudem finden Sie auf schlaubi.de viele hilfreiche Tips, die Ihnen dabei helfen den Internetdschungel besser zu verstehen.
  4. Können Sie durch einen Anbieterwechsel sparen?
    Oftmals können Sie durch einen Anbieterwechsel ein günstigeres Internet, Telefon oder TV Paket bekommen. Dies bedeutet aber nicht immer, dass Sie damit auch Geld sparen. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Ihnen das beste Angebot zu finden, welches auch zu Ihren Bedürfnissen passt. So kann es manchmal vorkommen, dass Sie schon für 3 € mehr im Monat, ein besseren Angebot bekommen, dass auch besser zu Ihnen passt. Doch egal was für ein Angebot Sie auch suchen, mit unseren Filter-Optionen haben Sie die Möglichkeit, nur die Tarife zu sehen, die Ihren Bedürfnissen entsprechen.
  5. Wie werden die Angebote dargestellt?
    Alle Angebote werden so detailliert wie möglich auf schlaubi.de dargestellt. Um Ihnen die Suche nach dem passenden Angebot zu erleichtern, haben wir für Sie die Angebote in unterschiedliche Kategorien eingegliedert. Die Reihenfolge der Angebote ist vom günstigsten bis hin zum höchsten Preis gefiltert. Sie haben aber auch die Möglichkeit, alle Tarife nach weiteren Kriterien, wie Kosten, Geschwindigkeit oder Vertragslaufzeit, zu filtern.
  6. Spare ich Geld wenn ich alles von einem Anbieter beziehe?
    Das Beste an dem sogenannten „Bundle“ ist, dass Sie mehrere Kommunikations-Möglichkeiten von einem Anbieter beziehen können. Das vereinfacht nicht nur das Bezahlen von Rechnungen, sondern kann Ihnen auch monatlich viel Geld sparen. Wenn Sie nicht alles einzeln von unterschiedlichen Anbietern beziehen, können Sie über die gesamte Vertragslaufzeit sogar bis zu 400 € sparen. Sie sollten sich jedoch vorher genau informieren, ob sich ein Bundle Angebot für Sie lohnt. Sollten Sie nämlich eines der Angebote nicht nutzen, wie z.B. ein Festnetz-Anschluss, kommen Sie mit einen Bundle nicht billiger weg.