DVB-T und DVB-C

Die Abkürzungen DVB-T und DVB-C  bezeichnen die unterschiedlichen Übertragungswege des digitalen Fernsehens in Deutschland. So steht das Kürzel DVB für Digital Video Broadcasting, zu Deutsch auch digitaler Fernsehrundfunk. Die Endungen „T“ und „C“ bezeichnen die jeweilige Übertragungsart. So steht DVB-T für den terrestrischen Empfang des digitalen Fernsehens und wird deswegen auch Antennenfernsehen genannt. DVB-C hingegen steht für den digitalen Empfang über Kabel, auch Kabelfernsehen genannt. Es gibt auch eine dritte Übertragungsmethode die DVB-S genannt wird und für den digitalen Übertragungswagen über Satellit steht. Um Ihnen eine genaue Übersicht über die digitalen Fernsehen Varianten zu geben, hat schlaubi.de für Sie die Unterschiede zwischen DVB-T und DVB-C zusammengefasst und in den direkten Vergleich zu DVB-S gestellt.

DVB-T: digitales Antennenfernsehen

DVB t Antenne
Für DVB T braucht man eine Antenne

Laut dem Statistikportal Statista, wurde das digitales Antennenfernsehen im Jahr 2012 von rund 12,5% der deutschen Haushalte genutzt. Dies ist ein rund 1% Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Das Signal des Antennenfernsehens erlaubt, maximal sechs verschiedene Kanäle zu erhalten.

In Deutschland nutzen jedoch lediglich die Öffentlich-Rechtlichen Sender ARD und das ZDF dieses Format um ihre Programme auszustrahlen. Das heißt, dass keine der Privat-Sender wie RTL, Pro Sieben oder SAT1 über DVB-T empfangen werden können. Zudem ist auch die Sender-Ausstrahlung in HD-Qualität über DVB-T nicht möglich.

Um DVB-T empfangen zu können, wird das Sendersignal mittels einer Antenne eingefangen. Diese müssen Sie dann mittels eines Antennenkabels an den vorgesehenen Steckplatz an Ihrem Fernseher anschließen und schon ist die Verbindung für digitales Fernsehen geschaffen.

DVB-C: digitales Kabelfernsehen

Im Gegensatz zu DVB-T, ist DVB-C weit verbreitet und wird von rund 29,7% der Deutschen genutzt. Die Hauptunterschiede der beiden Übertragungsarten sind vor allem die große Senderauswahl und auch die hohe Bildqualität. Zwar kann die Senderauswahl je nach Region variieren, doch grundsätzlich können Sie über DVB-C bis zu 100 verschiedene Kanäle empfangen. Auch die Bildqualität der Kanäle beim Fernsehen über Kabel ist wesentlich höher als bei DVB-T, da DVB-C eine höhere Übertragungsqualität nutzt.

Um die Vielzahl der digitalen Kabelangebote nutzen zu können, müssen Sie lediglich einen Vertrag mit einem der vier deutschen Kabelanbieter oder dem Pay-TV-Sender Sky machen. So erhalten Sie die komplette Vielfalt von Sky ab monatlichen 49,90 €, mit einer Senderauswahl von bis zu 62 Kanälen – darunter auch viele HDTV Sender. Wenn Ihnen dies jedoch zu teuer ist, können Sie Sky auch als Zusatzoption bei einem Triple Play Paket von einem der vier deutschen Kabelnetzbetreiber günstig dazu buchen.

Um die Kanäle digital empfangen zu können, benötigen Sie nur einen passenden Tuner, auch Digital Receiver genannt. Dieser ist jedoch heutzutage in den meisten Fernsehgeräten vorinstalliert. Sollte dies bei Ihnen jedoch nicht der Fall sein, können Sie einen Digitalen Receiver auch sehr günstig von Ihrem Kabelanbieter erhalten.

DVB-S: digitales Satellitenfernsehen

Pärchen schaut über dvb t oder dvb cIm Gegensatz zum analogen Fernsehen wird die digitale Variante von immer mehr Deutschen genutzt. So machten laut dem statistischen Bundesamt, alleine im Jahr 2012, rund 43% der Haushalte vom digitalen Satellitenfernsehen Gebrauch. Dies liegt vor allem an dem deutlichen Preisvorteil zu anderen DVB Varianten. Denn das einzige was Sie für DVB-S benötigen ist eine Satellitenschüssel. Diese kostet rund 100-150 € und wird oftmals an der Hauswand oder auf dem Dach befestigt.

Ein weiterer Vorteil von DVB-S ist auch, das Sie neben regionalen Sendern, auch mehrere hundert Kanäle aus der ganzen Welt empfangen können. Auch die Sender-Ausstrahlung in HDTV ist über DVB-S kein Problem.

Fazit

Wer Fernsehen lieber digital statt analog erhalten will, kann dazu auf drei verschiedene Varianten zurückgreifen: die terrestrische Verbindung, die Verbindung über Kabel oder die über Satellit. Dabei ist vor allem der Unterschied zwischen DVB-T und DVB-C relativ gravierend, da Sie über das Antennenfernsehen nur eine geringe Programmauswahl haben. DVB-C hingegen ist kostenpflichtig, erlaubt Ihnen jedoch eine große Auswahl an Fernsehsendern und die Option, Internet und Festnetz von einem Anschluss zu beziehen. Auch über DVB-S erhalten Sie eine große Sendervielfalt aus der ganzen Welt. Nachteile hier sind jedoch die Aufwendige Verkabelung und die hohen Kosten für die Satellitenantenne. Bevor Sie sich also dafür entscheiden, digitales Fernsehen zu erhalten, sollten Sie die Vor-und Nachteile der einzelnen DVB Varianten genau in Betracht ziehen und erst dann eine Entscheidung fällen.

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