Wie schütze ich meine Kinder im Internet?

Wie kann ich eine Kinderschutz für das Internet einstellen um mein Kind vor Seiten mit ungeeignetem Inhalt zu schützen? „Kinderschutz fürs Internet“ unterstützen Erziehungsberechtigte dabei, Inhalte für Kinder und Jugendliche freizuschalten und Seiten zu blockieren, die für Minderjährige ungeeignet sind.

Kinderschutzsoftware: Wie sie funktioniert

Kinder vor dem geschützen Internet
Kinder sollten nur im Internet surfen, wenn das Medium ausreichend geschützt ist.

Jugendschutzfilter in Kinderschutzprogrammen beziehen sich auf sogenannte „Whitelists“ und „Blacklists“. Die Whitelists oder auch Positivlisten werden entweder direkt von den Eltern generiert oder mittels Software eines Drittanbieter integriert, wobei Listen kontinuierlich überarbeitet und nachgeführt werden. Dasselbe Prinzip gilt bei den Blacklists oder auch Negativlisten, bei denen der Zugang zu Seiten gesperrt wird, die für Kinder oder Jugendliche ungeeignet sind.

Anerkannte Jugendschutzsoftware

Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) beaufsichtigt private Rundfunk- und Telemedien in Deutschland anhand des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) seit dem 1. April 2003. Die KJM prüft Filtersysteme und anerkennt seither zwei Jugendschutzprogramme unter Auflagen des Vereins JusProg und das der Deutschen Telekom. Beide Filtersysteme enthalten fragFINN, eine spezielle für Kinder von 6-12 Jahren geschaffene Suchmaschine. fragFINN umfasst eine ausführliche Whitelist, die täglich aktualisiert wird und Ergebnisse für Kinder ganz oben platziert. Beide Programme sind einfach zu bedienen, kostenlos und unabhängig vom eigenen Internetanbieter erhältlich.

Windows 7 Jugendschutz

Nebst der Jugendschutzsoftware, um sicher im Internet zu surfen, bietet Windows 7 einen bereits integrierten Jugendschutz, mit welchem die Verwendung des Computers eingeschränkt werden kann. Diese Kindersicherung ermöglicht stundengenaue Ruhezeiten zu definieren, wobei der Zugriff für ein Kind oder Jugendlichen blockiert wird. Programme lassen sich individuell sperren und Windows erkennt Spiele mit Altersfreigaben ab 6, 12, 16 oder 18 Jahren.

Den Windows 7 Jugendschutz aktiviert man in der Systemsteuerung, welche über das Startmenü aufgerufen wird. Wählen Sie „Benutzerkonten und Jugendschutz“ aus und klicken Sie auf „Jugendschutz für beliebige Benutzer einrichten“. Der Jugendschutz wird aktiviert bei Doppelklick auf das Benutzerkonto des Kindes und wählen der Option „Ein – Einstellungen erzwingen“.

Der Jugendschutz kann nur mit Administratorbenutzerkonto erstellt werden. Ein Kind benötigt demnach ein standardmäßiges Benutzerkonto.

Der beste Jugend- und Kinderschutz für das Internet sind immer noch die Eltern

Kinderschutzsoftware und -programme sind eine gute Möglichkeit Seiten mit ungeeigneten Inhalten, wie Gewalt oder Erotik, zu sperren.

Der effektivste Kinderschutz im Internet beginnt jedoch bei den Eltern, die ihre Kinder über die Gefahren und Risiken im Internet aufklären sollten.

Fazit

Eine Kinderschutzsoftware ist kein Ersatz dafür, seine Kinder im Internet unbeaufsichtigt surfen zu lassen. Filtersysteme bieten keinen hundertprozentigen Kinderschutz im Internet und unmoderierte Chatrooms, Facebook und YouTube bereiten den Jugendschutzfiltern noch immer Probleme.

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Bilder: © Yakobchuk Olena – stock.adobe.com