Handy Netzabdeckung

handy netzabdeckung lässt zu wünschen übrig
Eine schlechte Handynetzabdeckung sollte heutzutage eigentlich selten sein.

Ein Telefonat im Zug oder im Auto kann ganz schön anstrengend werden: Alle paar Kilometer hört man von der Gegenseite nur noch abgehackte Wortfetzen, dann bricht das Gespräch ganz ab und muss neu aufgebaut werden. Auch rund 25 Jahre nach der Einführung des GSM-Standards und dem Einstieg in die digitale Mobiltelefonie gehören solche Probleme leider nach wie vor zum Alltag von jedem, der öfter unterwegs telefoniert oder in abgelegenen, ländlichen Regionen Deutschlands wohnt.

Netzabdeckung für Smartphones: Definition, Probleme und Testsieger für Wege aus dem Funkloch

Auch mit dem Aufkommen der Smartphones hat sich an diesem Problem wenig geändert – es ist sogar noch um eine Komponente erweitert worden: Zusätzlich zur Sprachübertragung kommt nun auch die Datenverbindung ins Spiel. Je schneller es beim Surfen oder Downloaden gehen soll, desto besser muss die Datenverbindung sein – und leider lässt auch diese meistens genau im falschen Moment zu wünschen übrig.

In diesem Artikel möchten wir Ihnen zum einen erklären, was „Netzabdeckung“ überhaupt bedeutet und wie das Mobilfunknetz zur Sprach- und Datenübertragung in seinen Grundzügen funktioniert. Anschließend möchten wir Ihnen dabei helfen, einen Mobilfunkanbieter zu finden, der Ihnen die beste Netzabdeckung zum günstigsten Preis bietet. Auch zum Thema Mobilfunkanbieter wechseln oder Mobilfunktarife Vergleich haben wir die wichtigstens Informationen für Sie recherchiert.

Was ist die Netzabdeckung und wie funktioniert sie?

In Deutschland existieren derzeit vier öffentlich nutzbare Mobilfunknetze: Das ehemalige D1-Netz der Telekom, das D2-Netz von Vodafone sowie das E1 und E2-Netz des mit E-Plus fusionierten Anbieters o2 (Telefonica). Jedes dieser Netze besteht aus einem Verbund einzelner Einheiten, sogenannter Mobilfunkzellen – hiervon leitet sich auch der englische Begriff „cellular phone“ ab. Diese Mobilfunkzellen, in der Landschaft als Sendemast erkennbar, bilden das Rückgrat einer lückenlosen Mobilfunkversorgung – oder eben nicht, nämlich dann wenn es zuwenige Mobilfunkzellen gibt, die zu weit auseinander stehen und so Lücken im Netz offen lassen.

Jede Mobilfunkzelle ist einem bestimmten Anbieter zugeordnet. Die Smartphones der Kunden dieses Anbieters registrieren sich nach dem Einschalten des Geräts automatisch in der ihnen am nächsten gelegenen Funkzelle mit der größten Signalstärke. Sollte sich diese Funkzelle weit entfernt befinden oder ungünstig gelegen sein (in einem Tal, hinter einem Hügel) ist der Empfang schwach – in Sichtweite des Funkmastes ist der Empfang logischerweise am stärksten. Doch mit dem gutem Empfang für Sprachverbindungen allein lässt sich noch nicht Surfen oder Videostreamen – es kommt auch auf die Datenverbindung an.

Durchaus ein Unterschied: Güte der Netzabdeckung für Daten und Sprachübertragung

Das Rückgrat der mobilen Sprachverbindung ist in Deutschland auch heute noch das GSM-Netz – nach 25 Jahren besitzt es nach wie vor den besten Ausbaugrad aller Mobilfunknetze. Für Smartphones ist dies allerdings problematisch: Die Datenübertragungsrate von GSM, auch als GPRS bekannt, bewegt sich zwischen Faxgerät und 56k-Modem – für heutige Anwendungen also kaum noch nutzbar. Als Abhilfe für dieses Geschwindigkeitsproblem wurde daher „Edge“, auf dem Handy auch als „E“ bekannt, als zweite Generation der Datenstandards oder auch 2G geschaffen. Websites lassen sich damit auch nicht wirklich schnell abrufen, aber für eine E-Mail oder WhatsApp reicht es meistens.

Datenübertragung im UMTS-, HSDPA- und HSDPA+-Standard war dann die dritte Generation der Übertragungsstandards, auch als 3G bekannt. Mit dem Ausbau der mobilen Datenkommunikation kamen diese aber schnell an ihre Grenzen – wer an einem belebten Hauptbahnhof oder Flughafen versucht, mit 3G auf dem Smartphone zu surfen, wird das Problem kennen. Abhilfe schaffen sollte hier der LTE (Long-Term-Evolution) oder 4G-Standard. Dieser ist zwar sehr schnell – aber auch recht dünn verbreitet.

Außerhalb von Großstädten und Ballungsräumen ist LTE-Empfang daher meistens schlecht oder ganz Mangelware.
Als Alternative bei schlechter Handy Netzabdeckung eignet sich auch das WLAN Calling. Sinnvoll sind dafür meistens Handytarife mit viel Datenvolumen.

Anbieterwahl: Verlässliche Datengeschwindigkeit an möglichst vielen Orten gesucht

netzabdeckung tower
Die Telekom hat immer noch die beste Handy Netzabdeckung

Die Qualität eines Mobilfunkanbieters zeigt sich in der möglichst allgegenwärtigen Verfügbarkeit schneller Datenübertragungsstandards. Mit anderen Worten: Bricht außerhalb der Stadtgrenzen häufiger das Gespräch ab und das Telefon springt von „4G“ oder „LTE“ auf „E“ sobald die Innenstadt verlassen wird, kann man nicht wirklich zufrieden sein. Eine Mobilfunklandkarte ohne weiße Flecken gibt es jedoch bei keinem Anbieter. Denn letzten Endes ist Deutschland, jenseits aller Netzausbauschelte, ein gebirgiges Land und strahlende Funkmasten sind nicht überall willkommen. Lesen Sie gerne mehr zum Thema LTE Datentarife als DSL Alternative.

Welcher Anbieter hat das beste Netz?

In Deutschland ist das Netz des Branchenplatzhirsches Deutsche Telekom nach wie vor am besten, so zumindest der branchenintern maßgebliche Netztest der Mobilfunkzeitschrift „connect“.  Als in etwa gleich gut wird von den Experten das Netz des Konkurrenten Vodafone bewertet. Beide Unternehmen nutzen nach wie vor die in puncto Verbindungssicherheit und Übertragungssicherheit überlegene D-Netz-Frequenzen, dies kommt ihrem Ergebnis stark zu gute.

Abgeschlagen auf Platz 3 liegt Konkurrent O2, der nach wie vor unter dem Zusammenschluss mit seinem ehemaligen Konkurrenten ePlus/BASE zu leiden hat. Dort wurden die Funkmasten der ehemaligen E-Plus/BASE-Gruppe in das bestehende E-Netz übernommen und um Doppelstrukturen abzubauen an einigen Standorten abgeschaltet. Das Resultat ist eine seit Jahren eher dürftige Verbindungs- und Datenübertragungsqualität – allerdings auch vergleichsweise günstige Mobilfunkpreise für Sprache und Daten.

Die beste Handy Netzabdeckung hat demnach:

  1. Deutsche Telekom
  2. Vodafone
  3. o2

Fazit: Es kommt auf Ihren persönlichen Bedarf an

Bei der Wahl des Mobilfunkanbieters kommt es auf Ihre persönlichen Bedürfnisse an: Mit einem Premiumtarif der Telekom oder von Vodafone sind sie wahrscheinlich sehr gut erreichbar – aber auch eine Menge Geld für Ihren Mobilfunkvertrag und das Datenvolumen los. Günstiger und mit mehr Datenvolumen geht es mit O2 – allerdings müssen Sie hier mit einer eher dürftigen Verbindungsqualität außerhalb von Ballungsräumen leben. Eine grobe Faustregel rät ländlich lebenden Teilnehmern eher zu Telekom und Vodafone, in Ballungsräumen und Großstädten kommen Sie auch mit O2 klar.

Bei allen Anbietern lohnt es sich darüber hinaus, auf Discountangebote zu achten. Alle Netzbetreiber haben an Mobilfunkdiscounter Lizenzen zur Netznutzung erteilt, am Markt vertretene Anbieter sind beispielsweise Alditalk, Lidl Phone, congstar, 1&1 und viele mehr. Dort können Sie die Netzqualität eines großen Anbieters ohne die großen Vertragskosten bekommen – gute Erreichbarkeit zu kleinen Kosten. Da Angebote und Preise schnell wechseln, lohnt es sich auf kurze Vertragslaufzeiten zu achten. Insgesamt gibt es in der mobilen Netzabdeckung in Deutschland aber generell noch viel zu tun – hoffen wir, dass die nächsten Jahre und die Einführung des neuen Standards 5G deutlich weniger weiße Flecken in der Netzlandschaft zurücklassen. Informieren Sie sich bei uns auch gerne über Verträge ohne Handy, sogenannte SIM Only Verträge.

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