Kostenlose Schufaauskunft

schufaauskunft kostenlos
Eine Schufaauskunft gibt es auch kostenlos.

Ohne Bonitätsprüfung geht fast nichts mehr. Ob Mietvertrag, Handyvertrag oder der Kauf im Internet auf Rechnung: Für alles wird eine Bonitätsprüfung vorgenommen. Und das bedeutet im Normalfall, dass die jeweiligen Vertragspartner bei der Schufa nachhaken. Die eigenen Daten darf man, so legt es die DSGVO (kurz für Datenschutz-Grundverordnung) fest, mehrmals im Jahr kostenlos anfordern. In der Selbstauskunft steht, welche Informationen gespeichert sind, wer sie angefordert hat und wie der Score gerade aussieht. Wer sich um seinen Score Sorgen macht, hat damit alle Informationen in der Hand, die die Möglichkeit zum Aufbessern geben.

Wie komme ich an eine kostenlose Schufa-Auskunft heran?

Tipp: Laut DSGVO muss die Schufa auf Wunsch über die gespeicherten persönlichen Daten informieren. Und zwar kostenlos und mehrmals jährlich
. Diese Selbstauskunft kann der die Webpage der Schufa unter meineSCHUFA.de über ein dort bereitgestelltes Onlineformular angefordert werden. Damit jeder und jede nur die eigenen Informationen anfordern kann, muss eine Kopie des Personalausweises hochgeladen werden. Wer gerade keinen Personalausweis zur Verfügung hat, kann auch den Reisepass zusammen mit einer Kopie der Meldebescheinigung hochladen.

Die Seite samt Formular ist relativ einfach gestaltet, so dass der Prozess nur wenig Zeit in Anspruch nimmt. Länger dauert es, bis die Selbstauskunft tatsächlich da ist: Denn die Schufa versendet dieses Papier grundsätzlich per Post. In der Regel vergehen ein paar Wochen, bis die Auskunft im Briefkasten liegt. Damit ist schon klar: Ganz aktuell ist der Stand der Selbstauskunft nicht, allein durch die lange Zeitspanne zwischen Antrag und Erhalt der Auskunft. Trotzdem sollte man die Selbstauskunft genau auf die Richtigkeit der gespeicherten Daten überprüfen. Fehlerhafte Daten oder veraltete Angaben sollten korrigiert werden.

Gibt es verschiedene Möglichkeiten?

Neben der Schufa-Auskunft für den Vermieter ist die kostenlose Selbstauskunft die einfachste (wenn auch nicht schnellste) Möglichkeit, an eine Aufstellung der gespeicherten Daten inklusive Score zu kommen. Verschiedene Plattformen online leisten dabei Hilfestellung. So bietet beispielsweise Immobilienscout24 an, die offizielle Schufa-Auskunft in Sekundenschnelle digital anzufordern und gleich zum Download zur Verfügung gestellt zu bekommen. Dabei handelt es sich aber nur um die offizielle Auskunft, nicht um die kostenlose Selbst-Auskunft.

Verbraucherschützer kritisieren, dass die kostenlose Selbstauskunft auf der Internetseite der Schufa schwer zu finden ist. Positiv ist allerdings, dass das Formular in mehreren Sprachen zur Verfügung steht:

  • Deutsch
  • Englisch
  • Türkisch
  • Polnisch
  • Italienisch
  • Russisch

Wer der Übertragung der Daten online nicht traut oder keine Spie des Personalausweises im Internet hochladen will, kann übrigens auch das Formular ausdrucken, ausfüllen und per Post einsenden.

Die Adresse der Schufa lautet:
Schufa Holding AG
Postfach 10 25 66
44725 Bochum

Sowohl online als auch bei einer postalisch versendeten Anforderung sollte man unbedingt darauf achten, dass man die kostenlose Selbstauskunft anfordert. Denn diese ist nicht nur kostenfrei, sondern auch noch ausführlicher.

Wozu braucht man eine Schufa-Auskunft?

Die Schufa-Auskunft gibt Aufschluss darüber, ob Kunden und Kundinnen gegenüber Banken und Firmen sowie Händlern und Vermietern ihren Zahlungsaufforderungen nachkommen können. Auch Arbeitgeber holen oft eine Schufa-Auskunft über ihre (angehenden) Angestellten ein. Diese Menschen tun das meist selbständig. Das heißt: Man muss die Schufa-Auskunft über sich selbst nicht anfordern und Firmen, Arbeitgebern oder Händlern zur Verfügung stellen. Allerdings sollte man zumindest grob wissen, welche Daten die Schufa über einen selbst gespeichert hat und wer sie anfordert. Das findet man heraus, indem man einmal jährlich wenigstens (eher öfters) eine kostenlose Schufa-Auskunft anfordert. Die gespeicherten Daten sind nicht immer korrekt, und jeder und jede hat das Recht, dass die Daten korrigiert werden. Insofern macht es Sinn, dieses Recht auf kostenlose Selbstauskunft auch wahrzunehmen. Falls Sie bereits einen negativen Schufaeintrag haben, finden Sie auf folgenden Seiten hilfreiche Tipps:

Schufa-Auskunft für den Vermieter

Vermieter verlangen zwar häufig eine Schufa-Auskunft, aber niemand ist dazu verpflichtet, diese Auskunft beim Vermieter einzureichen. Zumindest sieht so die rechtliche Lage aus. Die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt lässt einem oft nicht die Wahl, ob man den (rechtlich gar nicht festgelegten) Wünschen des Vermieters in spe nachkommen will.

Wichtig
Verlangt der Vermieter eine Schufa-Auskunft

  • kann er die bei der Schufa einholen
  • sollte man niemals die kostenlose Selbstauskunft an den Vermieter geben (denn da stehen weit mehr private Daten drin als die, die der Vermieter benötigt)
  • stellt die Schufa eine kostenpflichtige Version für knapp 30 Euro zur Verfügung, die bereits eine Eigenauskunft enthält.
 

Wer also für den Vermieter die offizielle Schufa-Auskunft für 30 Euro anfordert, bekommt erstens eine Eigenauskunft mit einem umfassenden Überblick über alle gespeicherten Daten und dem Score-Wert und zweitens ein Dokument, das nur für die Weitergabe an den Vermieter gedacht ist und auch nur die für den Vermieter relevanten Informationen enthält. Wer ohnehin umzieht und für den Vermieter eine Schufa-Auskunft benötigt, hat damit schon die kostenlose Selbstauskunft in der Hand.

Welcher Schufa-Score ist gut, was ist schlecht?

Nach Schufaauskunft kann man Schufa auch verbessern
Auch die Schufaauskunft selbst zeigt nicht direkt an, ob man einen guten oder einen schlechten Schufa Score hat.

Es ist nicht möglich, eine pauschale Aussage hierzu zu treffen. Welcher Score gut ist, hängt von verschiedenen und teils individuell verschiedenen Faktoren ab. Generell ist ein höherer Score aber immer besser zu bewerten. Der Score setzt sich aus einem Basis-Score und einem Branchen-Score zusammen. Dabei ist der Basis-Score grundsätzlich nur zur Information desjenigen oder derjenigen, die oder der eine Selbstauskunft anfordert. Denn der Basis-Score sagt nur etwas über die Wahrscheinlichkeit einer fristgerechten und vollständigen, also zuverlässigen, Rückzahlung aus. Je höher der Wert ausfällt, desto geringer ist das Ausfallrisiko. Dabei sind die Abstufungen sehr fein: Ein Basis-Score von mehr als 97,5 ordnen Menschen in die höchste und zuverlässigste Kategorie mit dem geringsten Ausfallrisiko ein. Bei 95 % bis 97,5 % geht man von einem geringen bis überschaubaren Risiko aus, bei 90 % bis 95 % ist das Risiko zufriedenstellend bis erhöht. Die niedrigste Kategorie, bei der das Risiko als sehr kritisch bezeichnet wird, liegt bei < 50 %.

Vom Basis-Score unterschieden wird der Branchen-Score. Der ist ebenfalls in der Selbstauskunft enthalten und wird jeweils auf die Bedürfnisse der verschiedenen Branchen hin erstellt. Das heißt: Der Branchen-Score sieht beim Autokauf unter Umständen anders aus als der Branchen-Score für den Handy-Vertrag. Je nach Branche werden die Scores unterschiedlich berechnet, und sie werden zusätzlich noch nach Ratingstufen unterteilt. Damit ist schon klar: Ob ein Score ungünstig ist, hängt von der Branche ab. Und wie der Score verbessert wird, ist damit auch branchenabhängig.

Wie kann ich meine Schufa verbessern?

Den Schufa-Score kann man nicht von einen Tag auf den anderen verbessern. Wer regelmäßig die kostenlose Selbstauskunft einfordert und die Daten auf ihre Richtigkeit überprüft, veraltete Einträge löschen lässt und damit seinen Score im Blick hat, macht schon viel richtig. Aber es gibt noch ein paar weitere Möglichkeiten, den Score langsam, aber sicher zu verbessern:

  • Rechnungen immer pünktlich zahlen
  • ungenutzte Girokonten und Kreditkarten zeitnah kündigen
  • Ratenzahlungen pünktlich bedienen
  • die Balance zwischen Einnahmen und Ausgaben halten
  • bei finanziellen Schwierigkeiten mit den Gläubigern kommunizieren und durch gemeinsam gefundene Lösungen Negativeinträge vermeiden
  • bei Kreditanfragen bei mehreren Instituten grundsätzlich nur eine „Anfrage Kreditkonditionen“ anstelle der „Anfrage Kredit“ stellen

Der Schufa-Score wird übrigens alle drei Monate aktualisiert. Viele Daten, die Einfluss auf den Schufa-Score haben (zum Beispiel Zahlungsverzug) werden über drei Jahre gespeichert und müssen danach gelöscht werden. Welche Einträge schneller oder langsamer gelöscht werden (müssen), kann im Detail im Internet nachgelesen werden.

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