Mobiles Internet ohne Drosselung

schnecke als symbol für drosslung des mobilen internets
Mobiles Internet ohne Drosselung macht wesentlich mehr Spaß.

Ist das Datenvolumen aufgebraucht, wird die Geschwindigkeit des Internets gedrosselt. Surfen ist ab dann nicht mehr ganz so schnell und komfortabel möglich. Auch wenn sich Webseiten noch aufrufen lassen und die meisten Internetdienste funktionieren, wird es schnell langsam und nervig.

So wird die Drosselung von den Anbietern begründet

Jedes Jahr steigt die Nutzung des Internets und das dabei genutzte Datenvolumen. Reichten in ganz Deutschland 2006 noch etwas mehr als 1,1 Milliarden Gigabyte für das ganze Jahr aus, war es 2014 fast das zehnfache Volumen. Jeder Anbieter versucht die stabilste Internetverbindung zu gewährleisten. Überall dort, wo die Daten noch mit Kupferkabeln übertragen werden, reichen diese jedoch kaum noch aus.

Je mehr Menschen gleichzeitig im Internet surfen oder Filme anschauen, desto langsamer wird die Geschwindigkeit, mit der die Daten übertragen werden.
Das gleiche gilt für die mobil übertragenen Daten.

Damit die Netze nicht überlastet werden, wird das mobile Surfen gedrosselt. Wer einen Flatrate-Tarif abgeschlossen hat, soll schließlich nicht ungebremst monatlich unendlich viele Daten auf das Handy übertragen können. Schließlich wollen die Betreiberfirmen, dass die meisten Daten via Festnetzanschluss und per Kabel ins Haus gelangen und nicht über die LTE- oder UMTS-Flatrate. Werden die Mobilfunknetze überlastet, spüren das alle. Daher haben die Netzbetreiber die Drosselung überhaupt eingeführt.

Hier finden Sie auch Tarife ohne Drosselung:

Die Datenrate wird reduziert

Wann eine Drosselung das mobile Surfen etwas langsamer macht, hängt vom Vertrag ab, in dem das Datenvolumen vertraglich festgehalten ist. Ist das Volumen ausgereizt, wird die Übertragungsgeschwindigkeit auf höchstens 64 kBit/s gedrosselt. Diese Drosselung bleibt bis Ende des Abrechnungszeitraumes, der in vielen Fällen mit dem Ende des Monats erreicht wird. Während frühere Tarife nach dem ausgeschöpften Datenvolumen oder der erreichten Zeit nur mit zusätzlichen Kosten weiter nutzbar waren, sind die modernen Flatrate-Tarife trotzdem nutzbar. Nur die Geschwindigkeit ist herabgesetzt.

Hinweis: Wer den eigenen Datenverbrauch am Handy gut einschätzt und das mobile Internet nur sparsam nutzt, reicht mit der Flatrate oft weit. Falls nicht, kann bei den meisten Internetanbietern zusätzliches Datenvolumen gebucht und bezahlt werden.
. Volle Kontrolle hat man beim Download mit einem Volumenzähler. So hat man stets den Überblick über das verbrauchte Volumen und kann eine Dorsselung ggf. vermeiden.

Weitersurfen trotz Drosselung

Bei den meisten Flatrate-Anbietern ist es möglich, neues Volumen einfach zu kaufen. Damit lässt sich die Drosselung aufheben. Wer regelmäßig sein Kontingent schon frühzeitig aufbraucht und dann für viele Tage gedrosselt surfen muss, kann auch einen Vertrag mit einem höheren Datenvolumen abschließen. Dieser ist allerdings in der Regel teurer als eine preiswerte Flatrate mit geringerem Datenvolumen.

Achtung: Das Datenvolumen lässt sich nicht übertragen! Wer sein Datenvolumen in einem Monat nicht braucht, kann diese „Reste“ nicht in den nächsten Monat übertragen.

Es gibt allerdings Möglichkeiten, die Drosselung und damit die Begrenzung der Geschwindigkeit ein wenig einzugrenzen. Wer im Bereich eines öffentlichen Hotspots ist, kann diesen nutzen – und schont in dieser Zeit das eigene Datenvolumen. Es gibt beispielsweise auch Anbieter, bei denen ein Teil des Datenverkehrs umsonst genutzt werden kann. Das gilt beispielsweise für Spotify. Wer einen solchen Tarif abgeschlossen hat, kann unterwegs unbegrenzt Musik via Spotify herunterladen und hören.

Daten automatisch aufstocken

Mann surft ohne Drosselung im mobilen internet
Mobiles Internet ohne Drosselung kann bei bestimmten Anbietern direkt abgeschlossen werden

Einige Mobilfunkanbieter haben eine besonders komfortable Option: Ist das Limit für das aktuelle Datenvolumen des Monats erreicht, wird automatisch mehr Volumen aufgestockt. Dafür muss der Kunde allerdings ebenso automatisch zahlen. Weil sich die Kunden wegen dieser Automatik häufig bei den Verbraucherzentralen beschwert haben, haben die Anbieter dieses Feature in der Regel zwar noch im Angebot, jedoch begrenzt. Entweder wird per SMS über den Kauf des nächsten Datenvolumens informiert oder das Feature bucht höchstens dreimal monatlich zusätzliches Volumen. Ist eine solche Datenautomatik Bestandteil des Mobilfunkvertrages, kann sie nur schwer gekündigt werden.

Achtung: Auch wenn eine Datenautomatik komfortabel ist, der Preis ist es nicht. Im Vergleich zu den monatlichen Surfkosten ist das zusätzlich benötigte Datenvolumen wesentlich kostspieliger. Vor- und Nachteile von mobilem Internet sollten immer abgewägt werden.

Surf- und Inklusivvolumen unterscheiden

Heutzutage richten sich die Preise der Mobilfunktarife vielfach nicht mehr nach der Datenrate, sondern nach dem Inklusivvolumen. Solange die Grenze nicht erreicht ist, lässt sich in voller Geschwindigkeit surfen. Ist sie überschritten, drosseln die Anbieter die Geschwindigkeit bei Tarifen für Smartphones oft auf 64 kBit. Das eigentliche Surfvolumen ist die gesamte Datenmenge und ergibt sich aus den Down- und Uploads. Wer selbst keine Filme über YouTube auf dem Smartphone anschaut, dafür aber viele Handybilder verschickt, erreicht ebenfalls das vereinbarte Datenvolumen schnell.

Intelligent das Datenvolumen nutzen

Da sich die Drosselung als solche nicht umgehen lässt, ist die intelligente Nutzung des Datenvolumens die einfachere Lösung.

  1. Das Volumen überwachen
  2. Sparsame Anwendungen nutzen
  3. Intensive Anwendungen nur sparsam nutzen

Für Tablet oder Smartphone gibt es Apps, mit denen sich das Datenvolumen einfach kontrollieren lässt. Zu diesen gehören beispielsweise „My Data Manager“, aber auch „Callistics“ und „Watchdog“. Facebook, Twitter, aber auch Chatten oder E-Mails – sofern sie ohne Anhang versendet werden – brauchen kaum Datenvolumen. Ob animierte GIFs oder andere Videos: Bewegte Bilder brauchen viel Volumen. Das gilt auch für den Download von Urlaubsbildern. Wer mit dem Handy oder dem Tablet Videos auf YouTube schaut, ist schnell am Ende des Datenvolumens angelangt. Selbst die Bildergalerien von Instagram und Flickr brauchen relativ viel Volumen, das gleiche gilt für Flash-Animationen.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (No Ratings Yet)
Loading...

Bilder: © Heiko Barth – stock.adobe.com, © mooshny – stock.adobe.com