Stromanbieter und Gas ohne Schufa

Stromanbieter und Gas ohne schufa kann teurer sein
Die Grundversorgung durch Stromanbieter und Gas Anbieter steht Ihnen zu, kann aber teurer sein.

Seit Jahren steigen die Preise für Strom- und Gastarife kontinuierlich an, daher empfehlen die Verbraucherzentralen einen regelmäßigen Preisvergleich mit anschließendem Wechsel zu einem günstigeren Anbieter. Viele Verbraucher mit Schufa-Einträgen scheuen jedoch vor einem Anbieterwechsel zurück und fürchten zudem, dass es aufgrund der negativen Bonität zu großen Problemen mit dem bisherigen Anbieter kommt. Bei uns finden Sie wissenswerte Fakten für Strom- und Gaskunden mit negativer Bonität und praktische Tipps für die Suche nach einem neuen Anbieter. Wenn Sie noch nicht wissen, wie es um Ihren Schufascore steht, können Sie eine kostenlose Schufaauskunft einholen.

Gas & Strom: Grundversorger stehen in der Pflicht

Nach den Regelungen des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) besteht in Deutschland für alle Verbraucher ein Recht auf Versorgung mit Strom und Gas.
Sie müssen daher keinen Versorgungsengpass fürchten. Einzige Voraussetzung ist jedoch, dass eine Verbindung zum Strom- und Gasnetz besteht oder vom Netzbetreiber ohne Probleme hergestellt werden kann. Seit der Liberalisierung des Strommarktes können Sie den Stromanbieter frei wählen und sich so für das günstigste Angebot entscheiden. Es kann jedoch vorkommen, dass Sie aufgrund negativer Bonität eine Absage vom Strom- oder Gasanbieter Ihrer Wahl erhalten. Die Furcht vor einer ausbleibenden Versorgung ist aufgrund der gesetzlichen Vorgaben jedoch unbegründet. Grundsätzlich ist der örtliche Grundversorger verpflichtet, angeschlossene Haushalte mit Strom und Gas zu beliefern.

Gut zu wissen
Im Gegensatz zu anderen Gas- und Stromlieferanten kann der Grundversorger die Versorgung somit nicht ablehnen, dies ist in der Stromgrundversorgungsverordnung (StromGVV) sowie in der Gasgrundversorgungsverordnung (GasGVV) gesetzlich geregelt. Auch bei schlechter Bonität müssen Verbraucher in Deutschland somit nicht fürchten, dass sie keinen Strom- und Gasversorger finden.

Alternativen zum teuren Grundversorger

Der entscheidende Nachteil der Grundversorgungstarife sind in erster Linie die hohen Kosten im Vergleich zu günstigeren Strom- und Gaslieferanten. Insbesondere für Kunden mit begrenzten Finanzmitteln und bestehenden Zahlungsschwierigkeiten ist dies ein entscheidendes Argument für die Suche nach einem günstigen Strom- und Gasanbieter. Anders als die Grundversorger können diese Anbieter Ihren Antrag jedoch ablehnen, von dieser Hürde sollten Sie sich jedoch nicht entmutigen lassen. Wenn Sie zu einem anderen Strom- oder Gasversorger wechseln möchten, wird der Anbieter in den meisten Fällen eine Bonitätsprüfung vornehmen.

Je nach Auskunft von Schufa & Co. kann es daher durchaus vorkommen, dass der Antrag abgelehnt wird und scheinbar nur die Versorgung durch den teuren Grundversorger möglich ist. Allerdings sind die Rahmenbedingungen der Anbieter unterschiedlich, daher kann es durchaus vorkommen, dass Sie bei einem anderen Versorger problemlos eine Zusage erhalten. So nehmen beispielsweise ein paar Versorger keine Bonitätsprüfung vor und andere Unternehmen ignorieren die negative Bonitätsauskunft, wenn sie die entsprechenden Angaben nicht als maßgeblich betrachten.

Nicht jeder Schufa-Eintrag ist relevant

Eine negative Bonitätsauskunft bedeutet nicht, dass Sie vom Strom- und Gasanbieter Ihrer Wahl automatisch eine Ablehnung erhalten. Wird Ihre Bonität geprüft, spielt auch die Art des negativen Eintrages eine wichtige Rolle. Die Schufa gibt keine personenbezogenen Angaben weiter und teilt dem Strom- und Gaslieferanten auf Anfrage lediglich kreditrelevante Daten mit. Dazu gehören beispielsweise verspätete Zahlungen zu Krediten oder offene Forderungen anderer Gas- und Stromlieferanten.

Nicht alle Daten sind für die anfragenden Unternehmen interessant, daher kann es durchaus sein, dass Sie trotz schlechter Schufaauskunft einen Gas- und Stromvertrag erhalten. Besteht eine offene Forderung eines anderen Strom- und Gasanbieters, wirkt sich dies jedoch bei nahezu jedem Versorger negativ aus, da die Anbieter verständlicherweise weitere Zahlungsausfälle befürchten.

Trotz schlechter Bonität: Tipps für Anbieterwechsel

Generell sollten Sie trotz negativer Bonität nicht auf eine Anfrage bei einem günstigeren Stromanbieter verzichten und einfach im teuren Grundversorgertarif verbleiben. Ein unverbindlicher Antrag bleibt ohne Konsequenzen und bietet die Chance auf günstige Strom- und Gastarife. Im schlimmsten Fall müssen Sie lediglich mit einer Absage rechnen, die sich jedoch nicht zusätzlich belastend auf Ihre Bonität auswirkt. Sie können daher ohne Bedenken weitere Anfragen an andere Strom- und Gasanbieter stellen. Nicht bei allen Anbietern ist eine Bonitätsabfrage obligatorisch und auf dem hart umkämpften Strommarkt sind einige Versorger tätig, die auch Kunden mit Bonitätsproblemen attraktive Vertragskonditionen anbieten. Wenn Sie nach einem günstigen Anbieter suchen, können folgende Tipps hilfreich sein:

  1. Lassen Sie sich von einer Absage nicht einschüchtern & suchen Sie weiter
  2. Absage = neue Anfrage bei einem anderen Anbieter
  3. Suchen Sie das persönliche Gespräch
  4. Bleiben Sie ehrlich und gehen Sie offen mit Zahlungsschwierigkeiten um
  5. Zahlung einer Kaution
  6. Zahlung per Vorkasse

Bei einem persönlichen Gespräch mit einem Mitarbeiter des Strom- oder Gasversorgers können Sie die Gründe für die schlechte Bonität schildern. Der ehrliche Umgang mit bestehenden Zahlungsschwierigkeiten ist unbedingt empfehlenswert, da bei diesen Gesprächen häufig Lösungsmöglichkeiten für einen Anbieterwechsel erörtert werden können. Kommt es dennoch zur Ablehnung, sollten Sie dennoch nicht den Mut verlieren und eine neue Anfrage bei einem anderen Anbieter durchführen.

Vorkasse & Kaution – zwei Modelle mit Vor- und Nachteilen

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Stromanbieter oder Gasanbieter möchten bei Schufaeintrag ggf. per Vorkasse oder mit Kaution bezahlt werden.

Viele Anbieter verlangen eine Kaution oder erklären sich zur Zahlung per Vorkasse bereit. Die Kaution wird meist für einen bestimmten Zeitraum hinterlegt und dient als Sicherheit bei Zahlungsausfällen. Kommt es im vereinbarten Zeitraum nicht zu Zahlungsverzögerungen, zahlt Ihnen der Anbieter die Kaution zurück.

Bei der Zahlung per Vorkasse orientiert sich der zu zahlende Betrag am angenommenen Verbrauch. Sie leisten eine Vorauszahlung, nach Ablauf des vereinbarten Zeitraumes wird der tatsächliche Verbrauch ermittelt und Sie erhalten eine Gutschrift oder werden zur Nachzahlung aufgefordert. Es kann auch vorkommen, dass ein Anbieter beide Varianten kombiniert. Ob diese Option für Sie die richtige Wahl ist, müssen Sie letztendlich selbst abwägen. Hier kann ein Blick auf die Vor- und Nachteile von Kaution und Vorauskasse sinnvoll sein:

Vorteile:

  • Vertragsabschluss auch bei schlechter Bonität möglich
  • Sie profitieren von günstigen Strom- und Gaspreisen
  • hohe Preisersparnis im Vergleich zum Grundversorgertarif

Nachteile:

  • Kaution & Vorauszahlung sind bei Insolvenz des Anbieters verloren
  • bei Vorkasse droht eine Nachzahlung (höherer Verbrauch als angenommen)

Fazit: Anbieterwechsel ist empfehlenswert!

Viele Anbieter haben sich auf Angebote spezialisiert, die sich speziell an Kunden mit negativer Bonität richten. Hier finden Sie faire Angebote mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis, die teilweise sogar ohne Kaution oder Vorauszahlung abgeschlossen werden können. Grundsätzlich ist die Art der Schufa-Einträge ein wichtiger Punkt, der die Entscheidungen der Anbieter maßgeblich beeinflussen kann.

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